Inventur der Natur. Wissenschaftler und Diplomaten aus 130 Ländern beraten seit Montag beim Weltartenschutzrat in Paris. Im Entwurf des Abschlussbericht, für den Tausende Studien ausgewertet wurden, verweisen die Wissenschaftler auf die Verantwortung der Menschen für die Gefährdung der Biodiversität. Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd gefährden die Artenvielfalt. Die Zerstörung der Ökosysteme bedrohe den Menschen mindestens genauso wie der Klimawandel, sagte der Präsident des UNO-Weltbiodiversitätsrats Robert Watson. WWF-Biodiversitäts-Experte Günter Mitlacher kritisierte, die Menschen sägten den Ast ab, auf dem sie säßen.
tagesschau.de, wz.de
Bauern fürchten eine neue Missernte. Nach einem sehr trockenen April wird sich im Mai entscheiden, ob die Bauern in Deutschland auch es auch in diesem Jahr eine Missernte gibt. Die Ausgangslage für die Bauern war angesichts der Dürre im vergangenen Jahr schlecht; sie kämpfen mit niedrige Bodenfeuchte und niedrige Wasserstände in den Flüssen. Neben den Landwirten könnte es auch die Industrie treffen, die Flüsse als Transportweg nutzt. Bei Niedrigwasser des Rheins könnte die Industrie in Mitleidenschaft gezogen werden, die über Güterschiffe Rohstoffe bezieht und Produkte ausliefert, warnt Ernst Rauch, Chef der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re.
n-tv.de
Kommt ein Exportverbot für Plastikmüll? Eine UN-Konferenz in Genf diskutiert, wie der Export von schwer recycelbarem Plastikmüll verringert werden kann. Die Vertragsstaaten des Basler Übereinkommens, das unter anderem Regeln für den Export gefährlicher Abfälle festschreibt, beraten dort zwei Wochen lang. Umweltministerin Svenja Schulze sagte, Deutschland wolle sich dafür einsetzen, dass nur noch saubere Kunststoffabfälle frei gehandelt werden dürfen. Europa sei in der Verantwortung, seinen Plastikmüll selbst zu sortieren und möglichst auch zu recyceln.
spiegel.de
GroKo vor Einigung über CO2-Abgabe. Der Umfang der Abgabe ist noch unklar, aber die Bundesregierung will den CO2-Ausstoß bereisen, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren. Auch das Wirtschaftsministerium rechnet damit, dass es ein Preisschild an CO2-Emissionen geben wird. Die Koalitionsparteien seien sich einig, dass die eingenommenen Gelder den Bürgern auf anderem Wege wieder zurückgegeben werden sollten. Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, sperrt sich gegen eine CO2-Steuer auf Kraftstoffe.
handelsblatt.com
WWF-Forschungsprojekt: Nach 50 Jahren – kehrt der Blauflossen-Thunfisch in die Ostsee zurück? ostsee-zeitung.de
Bei H&M gibt es jetzt vegane Schuhe aus Ananas-Leder utopia.de
Bosch steigt in die Serienfertigung von Brennstoffzellen ein handelsblatt.com
Bioplastik auch nach Jahren noch nicht verrottet br.de
„I am declaring that there is a climate emergency and Scotland will live up to our responsibility to tackle it.“
Nicola Sturgeon, schottische Premierministerin erklärt in einer Rede vor Parteianhängern ihr Engagement für das Klima.
twitter.de
Die deutsche Landwirtschaft bedient sich gerade mal 25 verschiedener Getreide-, 70 Gemüse- und 30 Obstpflanzen. Die Reduzierung auf wenige Pflanzenarten macht die Ernährungssicherheit anfällig.
zdf.de
KOMMENTAR
Christian Stöcker plädiert in einer Kolumne für Spiegel online dafür die Profiteure des Klimawandels endlich stärker zur Kasse zu bitten. Er kritisiert, dass Firmen, die fossile Brennstoffe fördern und verkaufen mit Verweis auf gezahlte Steuern und Arbeitsplätze, die Zerstörung der Umwelt in der Betrachtung außen vor gelassen wird. Die Kosten für die Umwelt werden externalisiert, die Gesellschaft und die Kinder und Enkel müssten dafür aufkommen. Zugleich werde auch noch der Steuerzahler zu Kasse gebeten, wenn Deutschland die Klimaziele nicht erreicht.
spiegel.de
HINTERGRUND
Mit der Hitze kommen die Mücken. Die Erderwärmung begünstigt die Ausbreitung von Mücken, die beispielsweise auch gefährliche Tropenkrankheiten übertragen. Auch Europa wird betroffen sein, wenn sich durch die ansteigenden Temperaturen die Reichweite der asiatischen Tigermücke und Gelbfiebermücke ausbreiten. Die Lebensbedingungen in Europa werden angenehm für die Tiere. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität von Florida.
sueddeutsche.de
Gekaufte Agrarpolitik? Führende Agrarpolitiker blockieren seit Jahren jeglichen Fortschritt hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft. Das haben SWR-Recherchen ergeben. Die Politiker stimmten bis in kleine Details zugunsten der Industrie. Beklagt wird in der Studie, die die Universität Bremen im Auftrag des Nabu erstellt hat, engste Verflechtung zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Verbänden und der Ernährungsindustrie. Als ein Beispiel wird die Düngeverordnung ins Feld geführt. Obwohl seit Jahren Wasserwerke die zunehmende Nitratbelastung im Grundwasser bemängeln. Trotzdem passiert so gut wie gar nichts. Die Reduzierung des Düngers hätte weitreichende Folgen für die stark exportorientierte Fleischindustrie.
tagesschau.de
TIERISCH
Wahl als Waffe ausgebildet? Diese Frage kommt auf, seit im Norwegen ein Wal entdeckt worden ist, bei dem Marine-Experten glauben, dass er vom russischen Militär trainiert wurde. Das Tier hat ein Geschirr um den Körper, darauf stand „Equipment von St. Petersburg“. An dem Geschirr kann nach Meinung der Experten eine Kamera oder Waffen befestigt werden. Bereits in den 1980er Jahren hatte Russland ein Trainingsprogramm für Delfine, um Unterwasser-Waffen ausfindig zu machen.
deutschlandfunknova.de
EXIT
Weltweit schwinden Millionen Hektar Regenwald: Im vergangenen Jahr wurde eine Fläche tropischen Waldes, die fast so groß ist wie England, zerstört. Das geht aus dem jährlichen Bericht des Global Forest Watch hervor. Insgesamt gingen 12 Mio. Hektar Tropenwald verloren. Fast ein Drittel der Waldflächen, die verloren gingen, waren unberührter primärer Regenwald. Die Geschwindigkeit der Zerstörung ist laut der Studie unverändert hoch. Minütlich verschwinde Wald von der Größe von 30 Fußballfeldern. Trauriger Spitzenreiter war Brasilien: Dort wurden 1,35 Mio. Hektar an ursprünglichem Regenwald zerstört. Dahinter folgten der Kongo, Indonesien, Kolumbien und Bolivien. Allerdings sind in Indonesien die Verluste von Primärwald auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Das deute darauf hin, dass Schutzmaßnahmen der Regierung Wirkung zeigten.
dw.com, zeit.de