– NACHRICHTEN –
Subventionierte Katastrophe: Staatlich Förderung fossile Energien hält an. Im Jahr 2018 stammten über 26 Prozent des global produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien. Die Energiewende verlaufe jedoch nicht schnell genug, um im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu sein. Laut einem Bericht des Erneuerbaren-Netzwerks Ren21 seien hauptsächlich falschen politische Rahmenbedingungen und Entscheidungen sowie hohe Subventionen für fossile Brennstoffe. Im Jahr 2017 betrug die Subventionssumme demnach 300 Milliarden Euro. Dies sei 11 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viel wie die Fördersumme für erneuerbare Stromerzeugung. Dieses Jahr falle das Fazit des Berichts daher gemischt aus. So habe die Stromkapazität aus erneuerbaren Energien um ein Zehntel zugelegt. Allerdings würden nur 17 Prozent der erneuerbaren Energien auf den Strombereich entfallen. Die Hälfte der verbrauchten Energie werde zum Heizen und Kühlen verwendet und ein Drittel entfalle auf den Transportsektor. Gerade im letztgenannten Bereich sei der CO₂-Ausstoß seit 1990 nicht zurückgegangen.
sueddeutsche.de
AKK und das Klima. Die CDU-Vorsitzende Annegret-Kramp-Karrenbauer ist der Ansicht, dass heute schon gegen Klimawandel, Artensterben und weitere Umweltprobleme vorgegangen werden müsse. Die Kosten unserer Lebensweise müssten heute bezahlt werden und Teil eines nachhaltigen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells werden. Demnach wolle Kramp-Karrenbauer die natürlichen Lebensgrundlagen sichern. Dazu sei eine neue Denkrichtung notwendig, damit die Natur nicht weiter ausgebeutet werde. Diese Änderung müsse von der Gesellschaft mitgetragen werden. Der Kreislauf der Natur sei jene Denkrichtung. Daher müssten Forschung und Entwicklung zu einer nachhaltigen Lebensweise ausgebaut werden und Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen. Bei der Wahl der Maßnahmen will Kramp-Karrenbauer auf drei Kritereien setzen: Sie müssten eine konkret umweltschonende Lenkungswirkung haben, wirtschaftlich und innovationsanreizend sein und sozial ausgewogen sein. Die Stärkung der Umwelt- und Klimapolitik sei zugleich eine Chance für die Wirtschaft. Zugleich betont die CDU-Vorsitzende die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit bei der Umwelt- und Klimapolitik.
zeit.de
Elbvertiefung: BUND prüft neue Klage. Durch die derzeitige Hitzewelle sinkt der Sauerstoffgehalt im Hamburger Hafen auf ein kritisches Niveau. Daher drohe ein massives Fischsterben. Umweltschützer verlangen daher einen sofortigen Stopp der Elbvertiefungsarbeiten. Laut Bund seien Baggerarbeiten eine Katastrophe für die Fische. Das Bündnis Lebendige Tideelbe aus BUND, Nabu und WWF fordere daher ein ein Aussetzen sämtlicher Baggerarbeiten, bis sich die Sauerstoffwerte wieder grundlegend erholt hätten. Auch Fischer würden Alarm schlagen, dennoch hielten die Behörden an ihren Plänen fest. Indessen haben Umweltschützer aus Cuxhaven den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages angerufen, um die Elbvertiefung zu stoppen.
abendblatt.de
EU schwächelt beim Klimaschutz weiter. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder haben sich beim Gipfeltreffen nicht auf das neue Klimaziel einigen können. Trotz europaweiter Klimaproteste sei die Festlegung auf einen Umbau zur „klimaneutralen“ Wirtschaft bis 2050 gescheitert. Demnach habe Frankreich das Jahr 2050 vorgeschlagen, Merkel habe dies unterstützt. Doch Polen, das einen hohen Anteil Kohlstrom habe, Ungarn, Tschechien und Estland hätten das verbindliche Zieldatum abgelehnt. Zuletzt hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres die EU aufgefordert bis 2050 Klimaneutralität anzustreben. In dem Fall müsste der Großteil der Treibhausgase eingespart werden. Der Rest müsse ausgeglichen werden und gewaltige Investitionen seien nötig.
tagesspiegel.de
Die Riesenzecken sind da merkur.de
Kommt die Klima-Maut? tagesschau.de
Hannover steht auf Ökostrom faz.net
Underwater love – Kreuzung aus Beluga und Narwal entdeckt scinexx.de
– ZAHL DER WOCHE –
Seit 2009 sind laut einer Studie vom „Committee to Protect Journalists“ (CPJ) mindestens 13 Journalisten getötet worden, die zu Umweltthemen recherchiert haben. Dazu kommen 16 weitere Todesfälle, die bislang nicht aufgeklärt wurden. Reporter von „Forbidden Stories“ haben auf drei Kontinenten die Recherchen von bedrohten und getöteten Journalisten fortgeführt. An dem Projekt beteiligt sind unter anderem WDR, „Süddeutsche Zeitung“, „Zeit“, „Guardian“ und „Le Monde“.
tagesschau.de
– KOMMENTAR –
Was ist dran am „Green New Deal“. Immer mehr US-Demokraten würden den Green New Deal, fordern, also eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik, damit die USA in etwas zwanzig Jahren klimaneutral sei. Nikolaus Piper ist der Ansicht, dass dieser Green New Deal zwar voller guter Ideen sei, zumal die USA für 15 Prozent des CO₂-Ausstoßes weltweit verantwortlich seien. Allerdings bleibe die Frage unbeantwortet, wie die Pläne finanziert werden sollen. Überdies fehle ein Kohlausstieg, eine CO₂-Steuer und ein umfassender Handel mit Emissionsrechten.
sueddeutsche.de
– ZITAT DER WOCHE –
„Zitat„>
Urheber und warum
link.de
– PODCAST oder EVENT-TIPP –
Bild
Text
link.de
– HINTERGRUND –
Plastikverpackungen: Der Druck auf die Hersteller wächst. Zahlreiche Firmen würden zwar mit dem Versprechen werben, den Plastikverbrauch reduziert zu haben. Dadurch solle verhindert werden, dass sie als Verursacher des Kunststoffproblems angesehen würden. Allerdings würde von den jährlich in Deutschland produzierten 19 Millionen Tonnen Kunststoff fast ein Drittel zu Verpackungen verarbeitet. Daher habe Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein neues Verpackungsgesetz verabschiedet. Firmen, die schlecht reccylebares oder neues Plastik in Umlauf bringen, würden demnach mehr zahlen als jene, die nachhaltigere Varianten nutzen würden. Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen habe daher nun von weiteren Konzernen, Grünem Punkt und Verbraucherzentralen einen Leitfaden für das Design von Plastikverpackungen veröffentlicht. Dies zeige, wie groß der Druck auf die Industrie mittlerweile sei. Allerdings sei Überverpackung ein großes Problem. Auch WWF-Verpackungsexperte Tom Ohlendorf ist der Ansicht, dass Kunststoff zwar einen wichtigen Zweck habe, es aber zu viel auf dem Markt gäbe.
sueddeutsche.de
Voll im Trend: Bambus statt Plastik. Immer Produkte werden aus schnell nachrasendem Bambus hergestellt. Bambusprodukte würden als nachhaltige Alternative zu Plastik gelten. Allerdings stellte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart fest, dass nicht alle Bambusprodukte wirklich nachhaltig seien. So hätten zu Beginn Bambusbecher einen Kunststoffgehalt von 70 Prozent gehabt. Insgesamt habe das Veterinäruntersuchungsamt 45 Gegenstände überprüft, davon seien 35 als Kunststoffgegenstände klassifiziert worden. Von den 35 durchgefallenen Proben hätten die gesetzlichen Höchstwerte für Melamin beziehungsweise Formaldehyd überschritten. Auch bei Textilien sei die Bezeichnung „aus Bambus“ selten vollständig zutreffend. Gleiches gilt für eine Bambuszahnbürste, deren Griff allerdings tatsächlich aus Bambus bestehe. Der Kopf bestehe jedoch aus Bioplastik, das separat entsorgt werden müsse. Auch seien die weiten Transportwege aus China ein Problem, um ein wirklich nachhaltiges Produkt anzubieten, gibt der Hersteller Hydrophil selbst zu.
zeit.de
Mordmotiv Sand. In Indien wurden in den letzten Jahren vier Journalisten ermordet. Sie haben alle über illegalen Sandabbau in Flussbetten und Stränden berichtet und noch seien nicht alle Tötungen vollständig aufgeklärt. Seit 2009 gab es weltweit mindestens 13 Tötungen von Journalisten Schon 2015 warnte Reporter ohne Grenzen vor einer Verschlechterung für Umweltreporter. Daher hätten sich 40 Journalisten aus 15 Journalisten zum Green Blood Projekt zusammengeschlossen. Der illegale Sandabbau sei in Indien ein lukratives Geschäft und sei von hohen Beamten angeordnet worden. Bei einem der Morde seien daher sogar Polizisten beteiligt gewesen.
zeit.de
– FOTO DER WOCHE –

Foto: Irina Yarinskaya/Zapolyarnaya Pravda/dpa
Eisbären in der Stadt. Dieser Eisbär ist auf Nahrungssuche und in Sibirien in besiedeltes Gebiet vorgedrungen und sorgt nun für Aufregung. Bilder zeigen, wie das Tier in Norilsk unbeeindruckt von Autos Straßen überquert und keine Scheu vor Menschen hat.
deutschlandfunk.de
– TIERISCH –
Affen belagern indisches Regierungsviertel . Im indischen Neu-Delhi haben tausende Affen das Regierungsviertel erobert. Die Stadtverwaltung setzte daher Affenjäger ein, dadurch würde das Problem jedoch nur verlagert. Vielmehr sei die rasante Urbanisierung Schuld an dem Problem. Überdies würden die Hindus unter anderem einen Affengott verehren, daher hätten die Bewohner Delhis Bananen auf die Balkone und Gärten gelegt, bis sie merkten, dass die Affen nicht immer angenehme Gäste seien. Dann sei es jedoch schon zu spät gewesen, da die Affenpopulation explodiert sei.
soundcloud.com
– NICHT MEHR GRÜN –
Sakrileg: Kein Kirchenasyl für Meister Adebar. In Ramspau hat ein Strich auf der Dorfkirche genistet. Die Pfarrgemeinde ließ das Netz kurzerhand entfernen.
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