– NACHRICHTEN –
UN Gipfel zur Weltbevölkerung: Es wird eng Die Weltbevölkerung wird in den nächsten Jahren massiv anwachsen. Allerdings nicht überall gleich. Besonders hoch wird der Wachstum in Afrika sein. Einer UN-Prognose zufolge wird sich bis 2050 die Bevölkerung auf 2,4 Milliarden Menschen verdoppeln. Problematisch ist das, wenn das Wirtschaftswachstum nicht Schritt hält. In Nairobi treffen sich Vertreter aus mehr als 165 Ländern, um über das Thema zu sprechen. Dabei ist sehr viel kulturelle Sensibilität von Nöten. Da es sich auch um eine Frage der Sexualität und der Geschlechtergerechtigkeit handelt, wird man sich vor allem um die Akzeptanz und das Vertrauen traditioneller Akteure bemühen müssen. Das gilt nicht nur für afrikanische Vertreter, sondern auch für Institutionen wie den Vatikan. Bei der letzten Weltbevölkerungskonferenz vor 25 Jahren war der noch mit dabei. Dieses Jahr hat er abgesagt.
zdf.de
Alles auf Grün: Europäische Investitionsbank steuert um Die Europäische Investitionsbank (EIB) vollzieht ab 2022 eine strategische Kehrtwende. Ab dann will sie den Bau von traditioneller Infrastruktur für die Energieproduktion mit Erdgas nicht mehr unterstützen. Damit streicht sie nach der Kohle dem zweiten fossilen Brennstoff die Unterstützung. Die EIB setzt den Kurs in Richtung „Klimabank“ fort, allerdings mit Verspätung. Ursprünglich sollte der Ausstieg aus der Unterstützung fossiler Brennstoffe schon im letzten Jahr kommen. Aus Deutschland kam Kritik an der Entscheidung. Hierzulande betrachtet man Erdgas als Übergangslösung.
zeit.de
Energiewende: Gegenwind aus dem Wirtschaftsministerium Der Gesetzesentwurf aus dem Wirtschaftsministerium, wonach der Mindestabstand für Windkraftanlagen auf 1.000 Meter ausgedehnt werden soll, hat für Wirbel gesorgt. Umweltverbände und Industrie protestierten gleichermaßen. Dabei muss man sich über die Entscheidung gar nicht wundern. Denn ein Personalwechsel im Ministerium sorgte schon vor Wochen für einen anderen Wind. Mit Stephanie von Ahlefeldt ist eine Windkraftgegnerin seit Anfang September für die Abteilung Abteilung „Energiepolitik – Strom und Netze“ verantwortlich. Sie war zuvor für zwei CDU-Abgeordnete, Carsten Linnemann und Michael Fuchs, tätig gewesen, die beide keine Freunde der Energiewende sind. Ihre ehemaligen Chefs bleibt von Ahlefeldt treu. Ein Insider erzählt, sie agiere „als verlängerter Arm der Energiewendegegner“ aus der CDU-Fraktion.
taz.de
IEO Energy Outlook: steigende Emissionen Nach einem Bericht der Internationalen Energie-Agentur IEA sind die weltweite Energienachfrage und die CO2-Emissionen 2018 so stark gestiegen wie seit 2010 nicht mehr. Der Energieverbrauch stieg um 2,3 Prozent. Laut Prognose wird der Verbrauch bis 2040 um ein Prozent pro Jahr steigen. Allerdings wird immer mehr davon von regenerativen Energien abgedeckt werden. Ab 2050 wird der Erdöl-Anteil abnehmen. Trotzdem werden die sauberen Energien den Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung nicht ausgleichen. Die IEA mahnte darum eindringlich an die Regierungen, den Klimaschutz voranzutreiben.
deutschlandfunk.de
Kein Knast für Markus Söder Der Freistaat Bayern weigert sich seit Jahren Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhängen. Ein bayerisches Gericht erfragte darum beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), ob Ministerpräsident Markus Söder dafür in Haft genommen werden könnte. Ein Gutachten kommt nun zu dem Schluss, dass es keine Möglichkeit gibt, einen nationalen Amtsträger wegen Nichtdurchstetzung von EU-Recht zeitweise ins Gefängnis zu schicken. Söder kann also aufatmen, trotz der verpesteten Luft.
n-tv.de
Niederlande tritt auf die Bremse: Tempo 100 auf Autobahnen spiegel.de
Atommülllager auf Marshallinseln derstandard.at
Verpackungsmüll auf Rekordhoch zeit.de
PETA klagt gegen betäubungslose Ferkel-Kastration tagesschau.de
– ZAHL DER WOCHE –
2015 gab ein Durchschnittshaushalt nach Angaben der Deutschen Modeindustrie rund 800 Euro pro Monat für Mode, Schuhe und Accessoires aus. Macht 26 Kilo an Kleidung pro Kopf im Jahr.
swr.de
– KOMMENTAR –
Der SZ-Journalist Michael Bauchmüller hält das Klimapaket für gute Prosa ohne Nutzen Michael Bauchmüller hätte sich die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes als fröhlichen Tag gewünscht. Doch für ihn ist das Gesetz nicht mehr als die hübsche Verpackung eines Nichts. Denn bei allen schönen Worten und Versprechungen, blieben die Instrumente für eine saubere Zukunft auf der Strecke.
sueddeutsche.de
– ZITAT DER WOCHE –
„I want is to have the whole society putting pressure on governments to understand they need to run faster. Because we are losing the race.„>
UN Gneralsekretär Antonio Guterres forderrt mehr Druck auf Regierungen, im Kampf gegen die Erderhitzung.
theguardian.com
– VERANSTALTUNGS-TIPP –
Am 29.11. findet der nächste Klimastreik statt. Weitere Infos:
klima-streik.org
– HINTERGRUND –
Ungesunder Klimawandel Das Konsortium The Lancet Countdown, an dem unter anderen die Hertie-School und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung beteiligt sind, hat eine Studie veröffentlicht, die die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels untersucht. Demnach wird das Leben eines jeden Menschen, der heute geboren wird, stark von der Klimakrise beeinträchtig werden. Ändert sich nichts, wird er seinen 71. Geburtstag in einer Welt feiern, die im Schnitt vier Grad wärmer ist. Damit erhöhe sich das Risiko für Hitzschläge, Herzinfarkte und akutes Nierenversagen aufgrund von Flüssigkeitsmangel. Hinzu kommen Faktoren wie Unterernährung durch Ernteausfälle und eine stärkere Erkrankung von Krankheitserregern durch Mücken. Die Forscher plädieren darum das 1,5 Grad-Ziel auch aus gesundheitlichen Erwägungen zu forcieren.
zdf.de
Ende des Fracking Booms in Sicht Fracking gilt als eine der umweltschädlichsten Arten, Öl und Gas dem Boden zu entreißen. In den USA setzte man dennoch darauf und wurde dadurch zu dem Land mit der höchsten Öl-Förderrate der Welt. Doch die Cash-Cow könnte ausgeschlachtet sein. Nach einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) dürfte der Frackeng-Boom in den nächsten Jahren vorbei sein. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der aktiven Bohrlöcher um 20 Prozent gefallen. Die meisten guten Vorkommen wurden schon angezapft. Übrig sind also nur noch die weniger ergiebigen. Das hat auch das Finanzsystem erkannt. Die ist immer weniger bereit Fracking-Unternehmen Kredite zu erteilen. Kommt nach dem Boom also der Crash?
tagessschau.de
Verheerende Abholzung in Brasilien Der Amazonas Regenwald wird so stark abgeholzt, wie in den letzten zehn Jahren nicht. Zu diesem Befund kommt das Nationale Institut für Weltraumforschung. Zwischen August 2018 und Juli 2019 seien 9762 Quadratkilometer Wald gerodet worden. Das seien 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie nie seit 2008. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro spricht sich für eine Lockerung der Gesetzte zum Amazonasschutz aus. Im Sommer kam es zu den schwersten Bränden seit 2010. Bauern nutzen Feuer, um Waldbestände illegal zu roden, um darauf Soja anzubauen. Der WWF bezog klar Stellung: „Es ist inakzeptabel, dass der Amazonas noch immer zerstört wird.“
rnd.de
Lachgas, der unterschätzte Klimakiller Das Klima leidet nicht nur unter dem Ausstoß von Kohlendioxid, sondern auch von Lachgas. Dieses Gas ist dreihundertmal so schädlich für die Ozonschicht, wie CO2. Es entweicht vor allem aus Stickstoffdünger. Eine Forschergruppe hat in der Zeitschrift „Nature Climate Change“ Messungen veröffentlicht, wonach Lachgas weit öfter in die Atmosphäre austritt, als erwartet. Seit Mitte des vorigen Jahrhunderts ist die Konzentration des Spurengases von 290 ppb (Anteile pro Milliarde Luftmoleküle) auf gut 330 ppb gestiegen. Am meisten steigt das Lachgas aus Asien und Südamerika aus dem Boden. Durch wachsende Weltbevölkerung und damit mögliche Lebensmittelknappheiten, wird das Problem Dünger in Zukunft noch virulenter werden.
faz.net
– FOTO DER WOCHE –

presseportal.de
– TIERISCH –
Freispruch für die Pantoffelschnecke Die Pantoffelschnecke hatte lange Zeit über keinen guten Ruf. Galt sie doch als Hauptschuldig für das Aussterben der Austern in der Nordsee. Eine Studie spricht sie aber nun von dem Vorwurf frei. Demnach sei der Bestand an Austern schon zurückgegangen, bevor die Pantoffelschnecke sich in der Nordsee einnistete. 1870 kam sie aus den USA nach Europa, 1934 siedelte sie sich endgültig an der deutschen Küste an. Da sie die gleichen Nahrungsansprüche hat, sah man in ihr die Konkurrenz, die die heimische Auster vertrieb. Zwischendurch galt die Auster schon als ausgestorben, nun kommt sie wieder in vereinzelten Populationen vor. Warum sie aber ausstarb, wenn es nicht an der Pantoffelschnecke lag, das ist wiederum ein neues Rätsel.
scinexx.de
– NICHT MEHR GRÜN –
Laubbläser: Die Pest des Herbstes Es ist Herbst, die Blätter fallen von den Bäumen, die besinnliche Zeit kann kommen. Wären da nicht die Laubbläser. Werden die gestartet, ist es mit Ruhe und Besinnlichkeit vorbei. Nicht nur für den Menschen. Auch Tiere und Insekten werden empfindlich gestört. Das Umweltministerium ruft darum dazu auf, die Geräte im Schuppen zu lassen und stattdessen selbst Hand anzulegen.
deutschlandfunknova.de
