– NACHRICHTEN –
Klimagipfel geht in die zweite Woche Die Verhandlungen über die Regeln des internationalen Klimaschutzes in Madrid gehen in die entscheidende Phase. In der ersten Woche des Gipfels wurden täglich neue Studien präsentiert, die die Dringlichkeit des Problems unterstrichen: Die UN rechnet in ihrem „Global Humanitarian Overview“ mit einer Zunahme der weltweiten Krisen (Spiegel). Germanwatch stellte den Klimarisiko-Index vor. Deutschland rückt bei den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern auf Platz 3 vor. (bizz energy) Ein Bericht der Weltnaturschutzunion (IUCN) zeigt, dass den Ozanen allmählich die Luft ausgeht. (Die Zeit) Höchste Zeit zu handeln, mahnt die die Europäische Umweltagentur (EUA) und fordert ein entschlosseneres Vorgehen gegen Klimawandel, Artenschwund und Ressourcenknappheit .(Spektrum) Ins Bild paßt eine Erhebung des Global Carbon Projects. Demnach ist ist der weltweite CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr wieder auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Aber immerhin: der Anstieg hat sich verlangsamt (RND).
spiegel.de, spektrum.de, bizz-energy.com, zeit.de, rnd.de
UBA fordert Klimapolitik an der Zapfsäule Der Verkehr gilt als einer der konstantesten Klimasünder überhaupt. Während die Emissionen in Industrie und Landwirtschaft seit 1990 sanken, stagnieren sie auf den deutschen Straßen. Ein internes Papier des Umweltbundesamts, das bereits im Juni erstellt aber nie veröffentlicht wurde, verdeutlicht, welcher Aufwand in diesem Sektor nötig wäre, um die Klimaziele zu erreichen. Sämtliche Privilegien für Dienstfahrzeuge müssten gestrichen und die Pendlerpauschale abgeschafft werden. Und auch für den Treibstoff müssten Autofahrer tiefer in die Tasche greifen. So würde die Steuer auf Diesel – der bislang steuerlich begünstigt wird – bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen, Benzin würde um 47 Cent teurer. Auf der Autobahn kämen Maut und Tempolimit auf 120 dazu. In dem Papier heißt es aber auch, dass all diese Maßnahmen mit einem Ausgleich sozialer Härten verbunden sein müssten.
sueddeutsche.de
Monsanto finanziert Pro-Glyphosat-Studien Monsanto hat vor einigen Jahren offensichtlich Studien finanziert, die sich für den Einsatz von Glyphosat aussprechen. Dabei hat das Unternehmen es versäumt, sie entsprechend zu kennzeichnen. Die Studien stammen aus den Jahren 2011 und 2015, also der Zeit vor der Bayer-Übernahme. Erstellt wurden sie von dem Gießener Institut für Agribusiness. Die Autoren bezeichnen den Einsatz von Glyphosat darin als unerlässlich für die Landwirtschaft. Ohne ihn würden Milliardenverluste drohen. Die Organisation Lobbycontrol bezeichnete diesen Vorgang Monsantos als „inakzeptabel“ und spricht von verdeckter Einflussnahme. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Bayer-Tocher mit derartigen Vorwürfen konfrontiert sieht. So war in diesem Frühjahr bekanntgeworden, dass Monsanto in den Jahren 2016 und 2017 geheime Listen von Glyphosat-Gegnern geführt hatte. Dafür entschuldigte sich Bayer später.
sueddeutsche.de,
Umweltministerium will Stopp von Brennelement-Export Deutschland hat sich von der Atomkraft verabschiedet. Doch rund um die Grenze laufen sie noch in den Nachbarländern und dabei von Deutschland mit Brennelementen versorgt. Damit soll nach dem Willen des Umweltministeriums Schluss sein. Demnach soll es keine Genehmigungen mehr für den Export geben, wenn ein Akw weniger als 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt steht und vor 1989 in Betrieb gegangen ist.
zdf.de
Niederlandes Gülle-Problem ndr.de
Kommt der Klimawandel bei der Europäischen Zentralbank? stuttgarter-nachrichten.de
Wasserstoff aus Down Under wiwo.de
Ausgehverbot für Katzen morgenpost.de
Tod im Plastikmüll spiegel.de
– ZAHL DER WOCHE –
Zur Weihnachtszeit wachsen wieder die Müllberge in den Haushalten. Aber auch den Rest des Jahres sieht es nicht besser aus. 226,5 Kilo Verpackungsabfall kommen auf jeden Deutschen im Jahresdurchschnitt.
zeit.de
– WEIHNACHTSAKTION –

Krombacher hat seine Spendenaktion 2020 gestartet. Bis zum 31.01.2020 können gemeinnützige Institutionen, Organisationen und Vereine vorgeschlagen werden, die eine Spende in Höhe von je 2.500 € erhalten sollen.
nachhaltigkeit.krombacher.de
Lorenz Maroldt hält den Dienstwagencheck der Deutschen Umwelthilfe nach dem Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller mit dem schmutzigsten Dienstwagen aller Landeschefs unterwegs sei, für irreführend. Die Sucht nach Symbolpolitik gehe ihm auf den „Reifen“. Es komme stattdessen drauf an, dass Politiker Entscheidungen träfen, die wirklich einen Impact hätten auf das Leben der Leute. Wenn Müller auf ein Fahrrad umsteige, mache das sie Welt keinen Deut besser.
radioeins.de
– HINTERGRUND –
Alles auf Grün: Jagd nach der ökologischen Rendite Ökologisch und sozial nachhaltige Kriterien werden auch auf dem Finanzmarkt immer wichtiger. Für Investoren wird es zunehmend wichtiger, ob die Anlagen, in die sie investieren auch grün sind. Grüne Finanzprodukte avancieren mittlerweile zum Megamarkt. Für neue nachhaltige Geschäftsfelder sind das goldene Zeiten. Doch der Boom hat auch eine Kehrseite. Denn immer mehr Experten warnen vor einer Blase.
handelsblatt.com
Von Ökos in der DDR Die ökologische Bewegung in der DDR ist kaum im Bewusstsein. Doch es gab sie und wie jede zivilgesellschaftliche Bewegung musste auch sie Repressionen fürchten. Denn die DDR-Führung sah in ihnen vor allem Staatsfeinde. Dabei waren die Umweltbelastungen enorm. Die Staub- und Schwefeldioxidbelastungen pro Quadratkilometer insbesondere in den Bezirken Cottbus, Frankfurt/Oder, Karl-Marx-Stadt, Leipzig oder Halle waren die höchsten Europas. Ein Umweltministerium in der DDR gab es zwar. Doch das schien eher für das Zudecken der ökologischen Krisenherde in der DDR und der Risiken der Atomkraft zuständig zu sein.
freitag.de
Blockiert das Bundesumweltministerium den Ausbau der Windkraft Es war das Wirtschaftsministerium, dass bisher als Verhinderer für den Ausbau der Windenergie verantwortlich gemacht wurde. Doch anscheinend trägt das Umweltministerium ebenfalls dass seinige dazu bei. Dem Ministerium wird eine übertriebene Auslegung des Tierschutzes unterstellt. Um einzelne Tiere nicht zu gefährden, würde der Bau von Windräder erschwert. Vor allem der NABU, stehe dahinter, wird kritisiert. Ehemalige Mitarbeiter der Naturschutzorganisation besetzten Schlüsselstellen im Ministerium.
tagesspiegel.de
– FOTO DER WOCHE –
Wenn die Klimakrise auf alte Meister trifft: Anlässlich der in Madrid laufenden Klimaverhandlungen haben das Prado Museum und der WWF Spanien in einer spektakulären Aktion Kunst und Umwelt zusammengebracht. Im Originalbild von Diego Velázquez schaut König Philipp IV stolz auf seine Ländereien. Nach dem Abschmelzen der Pole ist von denen aber nicht mehr viel zu sehen.
stern.de
– TIERISCH –
Die ultimative Weihnachtsgeschichte: Elektroaal beleuchtet Weihnachtsbaum In dem Tennessee Aquarium nehmen sie den Ansatz der alternativen Energiegewinnung ernst. Der Elektroaal Miguel sorgt dort für die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes. Die Lichter beziehen ihre Energie aus den Stromstößen des Aals. Sein Wasserbecken ist durch ein spezielles System mit dem Stromkreislauf verbunden. Auf der Suche nach Futter, entlädt er Strom und die Lampen leuchten auf.
theguardian.com
– NICHT MEHR GRÜN –
Zu dicke Früchtchen: Berliner Behörde will Apfelbäume fällen In Berlin entspinnt sich eine Posse um falsch gepflanzte Apfelbäume. In der Straße einen Neubaugebiets wurden Apfelbäume als Begrünung gewählt. Eine Sorte mit kleinen Früchten sollte es sein. Gepflanzt wurde aber eine mit großen Äpfeln. Zu große für das Grünflächenamt. Die Apfelbäume sollen darum wieder ausgetauscht werden. Kosten: 30.000 Euro. Die Anwohner würde die Apfelbäume gerne behalten. Parallel zur Schneeräumpflicht vor der eigenen Haustür, würden sie sich um die Apfelbäume vor der eigenen Haustür kümmern.
n-tv.de
