Health Headlines für Mittwoch, 18. Dezember 2019

aerztezeitung.de E-Health bleibt auch 2020 auf der Agenda: Das kommende Jahr wird in der Gesundheitsbranche weiterhin im Zeichen der Digitalisierung stehen. Einige etablierte wie neue Veranstaltungsformate nehmen einen speziellen Fokus darauf: am 28. März 2020 findet in Freiburg das E-Health Forum statt, ebenfalls in Freiburg findet die E-Health Europe Messe am 16. Mai 2020 statt und am 16. September 2020 kommen in Frankfurt Experten bei der 7. Hessische E-Health-Kongress zusammen.

tagesspiegel.de Wie künstliche Intelligenz seltene Krankheiten erkennt: Ärzte müssen aus einer Reihe von Möglichkeiten Diagnosen stellen, von welchen die Behandlung von Patienten abhängt. Um dabei Unterstützung zu erfahren, würde „Phenomizer“ entwickelt – eine Art Suchmaschine auf Grundlage einer standardisierten Sprache, die sich die Künstliche Intelligenz zunutze macht. Auch seltene Erkrankungen sollen dadurch besser und schneller erkannt werden.

aerzteblatt.de Künstliche Intelligenz: Forschungslücken in Genderfragen: Das Netzwerk „she­Health – Women in Digital Health“ lud in die Berliner Charité ein, um die Geschlechterungleichheit bei der Digitalisierung der Medizin zu thematisieren und Lösungen zu diskutieren. Problematisch ist das Ungleichgewicht, da bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz beispielsweise Datensätze verzerrt sein können, wenn sie sich primär am männlichen Körperbau orientieren. Das Netzwerk fordert mehr Transparenz, um zu erkennen, an welcher Stelle das Geschlechterverhältnis zu Konsequenzen führen könnte.

test.de Apps vom Arzt verordnet – was steckt dahinter? Die Stiftung Warentest merkt an, dass es bisher keine allgemeinen Gütekriterien bei Gesundheitsapps genutzt werden. Sie empfiehlt Verbrauchern sich daran zu orientieren, ob klinische Studien genutzt wurden, ein klarer Urheber kenntlich ist und die Datenschutzerklärung transparent ist.

aerztezeitung.de Ärzte sollten Grenzen für die KI ziehen: Medizinethikerin Professor Alena Buyx fordert, um Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen rechtzeitig Grenzen zu ziehen. Ärzte sollen sich frühzeitig im Klaren werden, in welchen Bereichen KI nicht sinnvoll sei. Die Expertin sieht in der Künstlichen Intelligenz eine große Chance, jedoch sei die Medizin insgesamt unzureichend darauf vorbereitet.

wienerzeitung.at Sind Gesundheits-Apps auf Rezept eine gute Idee? Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, und Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen und Wiener Ärztekammer, diskutieren den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn Apps als Gesundheitsmittel verschreiben zu lassen. Für die Anwendung in Österreich sehen sie ähnliche Herausforderungen wie in Deutschland: einerseits eröffnen Apps ein großes Angebot an Services für den Alltag, andererseits sind Datenschutzfragen noch nicht umfänglich geklärt.

wienerzeitung.at Wieviel Technik verträgt die Pflege? Arbeitssoziologin Michaela Evans erklärt, dass die Digitalisierung der Pflege bei der Richtung Umsetzung Pflegekräfte entlasten kann, ohne den menschlichen Aspekt der Arbeit zu entfremden. Sie sieht auch eine Chance die Organisation und den Alltag besser durch Technik zu strukturieren und Fachkräfte effektiver für den Beruf zu gewinnen.

tagesspiegel.de „Es wird weiter Sicherheitslücken geben“: Im Interview erklärt der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber auf welche Weise der gesetzliche Rahmen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesen nachjustiert werden muss. Er fordert unter anderem, dass mehr Nuancen bezüglich der Datenweitergabe möglich sind. Gegenwärtig herrscht das Prinzip „ganz oder gar nicht“ – entweder erhalten Ärzte volle Einsicht in die Patientenakte oder überhaupt keine.

aerzteblatt.de Apps für psychische Gesundheit mit kleinen Effekten in Metaanalyse: Gesundheitsapps preisen einen großen Effekt bei einfacher Bedienung an. Nun haben Forscher untersucht, ob es tatsächliche Behandlungserfolge gibt. Bei psychischen Krankheiten ist ein kleiner Effekt messbar. Ein immer noch geringer, aber leicht größerer Effekt, ist hingegen bei Apps festzustellen, die beim Rauchstopp helfen sollen.

deutsche-apotheker-zeitung.de Hat die Noventi wirklich das erste E-Rezept Deutschlands abgerechnet? Der Apotheken-Dienstleistungskonzern Noventi verkündete kürzlich, er hätte das erste E-Rezept in Deutschland abgerechnet. Damit erklärte, dass der Konzern auf Seite der Apotheken alle Prozesse abdecken kann und die Schritte auch bereits ausgetestet hat. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die gesamte Infrastruktur für den Bearbeitungsprozess eines Rezepts jenseits der Apotheken auch eingebunden war.