aerzteblatt.de E-Rezept entwickelt sich in Polen zum Erfolg: Während Polen in einem internationalen Vergleich der Bertelsmann Stiftung 2018 auf dem letzten Platz im Bereich Digitalisierung des Gesundheitswesen lag, hat das Land seitdem stark investiert und eine moderne Infrastruktur geschaffen: seit Januar 2019 nehmen 14.000 Apotheken im Land E-Rezepte an, eine elektronische Patientenakte soll ab März eingeführt werden, E-Überweisungen werden immer häufiger genutzt.
kma-online.de Aufbau von KI-gestützter Medizin an der Uni Marburg: Die Philipps-Universität Marburg hat zum Januar 2020 Prof. Dr. Martin Hirsch, Gründer von Ada Health, für die Professur „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ berufen. Mit ihm will die Universität die Kompetenz und Forschung im Bereich KI ausbauen und plant dafür eine Modellregion für KI-gestützte Gesundheit in der Stadt zu entwickeln.
heise.de Viel Kritik am geplanten Patientendaten-Schutzgesetz: Der Entwurf Patientendaten-Schutzgesetzes sorgt für Kritik von einer Reihe von Gesundheitsakteuren und Datenschützern. Der Bundesverband Gesundheits-IT bvitg beklagt, dass es sich laut Gesetz um eine Marktverzerrung handelt, wenn lediglich die Gematik die App für das E-Rezept entwickeln soll. Die AOK hingegen kritisiert das Honorierungsmodell für Ärzte, die für Nutzen digitaler Anwendungen zusätzlich vergütet werden sollen.
kma-online.de Die ePA könnte für psychisch Erkrankte diskriminierend sein: Die Bundespsychotherapeutenkammer warnt psychisch Kranke vor der Nutzung der elektronischen Patientenakte. Die Experten sehen ein großes Risiko, dass aufgrund der mangelnden Autonomie über die Verfügbarkeit der Patientendaten Diskriminierungsmuster für Betroffene entstehen könnten. Aus Sicht der Bundespsychotherapeutenkammer würde für Gesundheitsminister Jens Spahn das Tempo der Implementierung der ePa wichtiger sein als die Qualität.
apotheke-adhoc.de BAH kämpft für Grünes eRezept: Der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) möchte, dass auch das „Grüne Rezept“ in elektronischer Ausführung umgesetzt wird – dabei handelt es sich um Rezepte für Gesundheitsmittel, die nicht von Krankenkassen erstattet werden, aber von Ärzten zur Behandlung empfohlen werden können. Ärzte und Krankenkassen richten sich gegen diesen Vorschlag und sehen keine Notwendigkeit das Grüne eRezept, da es nicht Teil des Leistungskatalogs sei.
background.tagesspiegel.de „Wir sind in der digitalen Medizin besonders schlecht“ (€): Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender Weltärztebund, kritisiert im Interview, dass es große Versäumnisse seitens der Ärzteschaft in puncto Digitalisierung, Sterbehilfe und dem Umfang mit der Pharmaindustrie gegeben hat. Vor allem in der epidemiologischen Forschung würde Deutschland hinterherhinkten. Allerdings merkt er auch an, dass die scharfe Kritik an der Gesundheitsversorgung disproportional sei – Deutschland habe das beste und diskriminierungsfreiste Gesundheitssystem der Welt.
aerzteblatt.de Digitalisierung in der Pflege: Exklusion muss vermieden werden: Die Digitalisierung der Pflege hat ein großes Potenzial um Tätigkeiten komplementär zu unterstützen und die Versorgung durch Assistenzsysteme zu verbessern. Allerdings erwachsen in diesem Bereich stärker als in anderen Belangen ethische Fragen um die Exklusion, Freiheit und Menschenwürde. Es müsse gewährleistet sein, dass Pflegebedürftige mit dem angemessenen Respekt behandelt werden und technologischer Fortschritt nicht dazu führe, dass ausschließlich digitalaffige Menschen davon profitieren.
apotheken-umschau.de Überblick mit dem E-Medikationsplan: Ab dem zweiten Quartal 2020 können Ärzte und Apotheker Patienten einen digitalen Medikationsplan anbieten, um die Ein nehme von Medikamenten besser zu überblicken. Dabei werden Daten über den Patienten im E-Medikationsplan gespeichert, sodass für Ärzte ersichtlich ist, in welchem Zustand sich ein Patient befindet, gleichzeitig können Patienten ihren Medikationsplan von überall über das Smartphone abrufen und Informationen zu Wechselwirkungen erhalten.
deutsche-apotheker-zeitung.de Dürfen Apotheker (E-)Rezepte von Zava und Kry überhaupt beliefern? Durch die Zusammenarbeit zwischen Noventi und dem britischen Unternehmen Zava kommen immer mehr E-Rezepte in Umlauf. Einer Recherche der DAZ zufolge ist diese Kooperation mit wenigen Ausnahmen unbedenklich, allerdings bestehen Zweifel in Bezug auf die Fax-Rezepte des schwedischen Unternehmens Kry – diese Methode reiche nicht aus, um die Arzneimittelabgabe zu ermöglichen.
background.tagesspiegel.de Mehr Förderung für mehr Smart Hospital (€): Das Universitätsklinikum Essen möchte zum Smart Hospital werden und individualisierte medizinische Betreuung anbieten. Es sei unter Radiologen und in der Diagnostik bestimmter Krebsarten zunehmend gängig, dass KI-gestützte Systeme Ärzte unterstützen. Allerdings seien größere staatliche Investitionen für Forschung und Entwicklung notwendig, um die Ziele von Smart Hospitals zu erreichen.
gruenderszene.de Wie Startups den richtigen Preis für die App auf Rezept finden: Immer mehr Startups fokussieren sich auf die digitale Gesundheitsversorgung – mittlerweile haben 60 von ihnen einen Dachverband „Digitale Gesundheitsversorgung“ gegründet. Ihnen geht es auch um die Anerkennung von Krankenkassen – der Weg zu einer Kooperation, in der Apps als gesundheitsfördernd angesehen werden ist bisher lang und komplex. Es fehlen bisher klare Maßstäbe für das Verhältnis von Gesundheitsstartups und Krankenkassen.
cnbc.com Former Apple CEO: Walmart’s health-care services will cause ‘a consumer revolution’: Die Supermarktkette Waltmart kündigte im September 2019 an, zur nachbarschaftlichen Gesundheitsdestination zu werden, denn dort werden unter anderem EKG-Untersuchungen, Zahnbehandlungen und weitere ärztliche Dienstleistungen zu Discount-Preisen angeboten. Der frühere Apple-Geschäftsführer John Sculley prognostiziert ein großes Potenzial, denn falls Walmart mit dem Konzept erfolgreich sein sollte, würde es die Versorgungs- und Gesundheitsbranche in den USA Auf den Kopf stellen: Leistungen würden günstiger werden, als wenn man sie durch eine Gesundheitsversicherung in Anspruch nehmen würde.
techinasia.com AI healthtech firm Qure.ai bags $16m in Sequoia-led round: Das indische Startup Qure.ai hat bei einer Finanzierungsrunde 16 Millionen Dollar erhalten und will damit die Forschung und Entwicklung der Dienstleistungen vorantreiben. Qure.ai möchte gesundheitliche Versorgung mittels Künstlicher Intelligenz günstiger und zugänglicher machen. Der Fokus liegt auf radiologischer Diagnostik.