Health Headlines am Sonntag, 15. März 2020

kma-online.de Planung zu Zeiten des Virus: DMEA wegen des Coronavirus um zwei Monate verschoben: Die diesjährige Ausgabe der DMEA-Messe, die sich um das Thema Digital Health dreht, entfällt wegen des Coronavirus und wird auf den 16. bis 18. Juni 2020 verschoben. Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg, der die Messe veranstaltet, sagte, viele der Teilnehmenden würden „an der Seite der Patientinnen und Patienten benötigt, weshalb wir uns gegen eine Durchführung zum geplanten Termin entschieden haben.“

aerztezeitung.de Telematikinfrastruktur: Konnektoren von T-Systems müssen raus: Die gematik hat verkündet, dass die neue Updates für die Konnektoren, die in Arztpraxen stehen, vom Dienstleister Secunet durchgeführt werden wird. Die Updates umfassen das Notfalldatenmanagement, den elektronische Medikationsplan, das Kommunikationsmodul KOM-LE sowie die E-Patientenakte. Bisheriger Anbieter der Konnektoren war T-Systems. Das Unternehmen will E-Health-Anwendungen nun aber nicht mehr selbst entwickeln und überträgt diese Aufgabe seinem Partner Secunet. Secunet hat bisher zwar noch keinen Zulassung für den E-Health-Konnektor, hofft jedoch, diese bis Ende März zu bekommen. Die Kosten für den Austausch der Konnektoren soll T-Systems tragen.

aerzteblatt.de Elektronischer Arztausweis kann wieder per Kammer­Ident-Verfahren beantragt werden: Ende vergangenen Jahres wurde eine Sicherheitslücke in der Telematikinfrastruktur aufgedeckt, was dazu führte, dass die Identifizierungsverfahren BankIdent und KammerIdent gestoppt wurden. Nachdem die Ausstellung von elektronischen Praxisausweisen bereits seit Ende Januar wieder funktioniert, wurde nun auch die Sicherheitslücke für Identifizierung per KammerIdent geschlossen. Aufgedeckt wurde die Lücke vom Chaos Computer Club (CCC), die dadurch in der Lage waren, auf TI-Anwendungen und die elektronische Patientenakten zuzugreifen.

deutschlandfunk.de Algorithmen in der Medizin Wenn Computer besser diagnostizieren als Ärzte: Gesundheitsdaten spielen in der Medizinforschung eine immer größere Rolle. Schon seit einiger Zeit werden mithilfe von Big Data, also Massen von Daten, künstliche Intelligenzen trainiert, um Diagnosen zu erstellen oder Auffälligkeiten zu finden, die dem menschlichen Auge entgehen. Nützlich sind KIs beispielsweise bei der Auswertung von Computertomographien. Nicht immer führt die Entwicklung von Algorithmen jedoch zum Erfolg. Das KI-System Watson des Herstellers IBM scheiterte. Die Software war nicht in der Lage, die richtigen Thearpieentscheidungen zu treffen. Trotz der Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, warnen einige Experten jedoch vor den Auswirkungen von KIs und Big Data. Neben dem Datenschutz bei der Zusammenarbeit mit privaten Firmen wie Google zählen dazu mögliche „Diskriminierung im Arbeitsleben, bei Versicherungen, Krankenversicherung, Lebensversicherung und so weiter“, so Kai Cornelius, Spezialist für Datenschutz- und Biomedizinrecht in Heidelberg.

berliner-zeitung.de Telemedizin: Mit Corona zum Online-Arzt: Das schwedische Start-up Kry, das auch in Berlin operiert, bietet wie bereits einige andere Anbieter einen Videosprechstundenservice an. Seit der Ausbreitung des Coronavirus kann das Unternehmen eine Zunahme an Anfragen verzeichnen. Insgesamt habe es pro Woche einen Anstieg von 41 Prozent an Personen gegeben, die Symptome des Coronavirus zeigen. Kry beschäftigt laut eigenen Angaben eine zweistellige Zahl von Ärzten, die nebenbei auch in einer Praxis arbeiten. Momentan wird der Service jedoch nur für Selbstzahler oder Privatversicherte angeboten. Das Unternehmen geht davon aus, im zweiten Quartal 2020 eine Zulassung zu bekommen, um erstattungsfähig zu sein.

kma-online.de Früherkennung: Mit Künstlicher Intelligenz gegen Epidemien: Paul Lukowicz, der am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern forscht, geht davon aus, dass künstliche Intelligenz künftig dabei helfen kann, drohende Epidemien früher und besser zu erkennen. Dafür benötige es beispielsweise eine umfassende Vernetzung von Kliniken und deren Gesundheitsdaten. Auch der internationale Flugdaten könnten analysiert werden, um die Verbreitung von Krankheiten vorherzusagen. Im Grunde ginge es bei künstlichen Intelligenzen um die Erkennung von Mustern in großen Datenmengen.

kurier.at Wien: Menschen in Quarantäne dokumentieren ihre Gesundheit via App: In Wien können Menschen, die sich wegen des Coronavirus in Quarantäne befinden, dank einer Anwendung namens „Homecare“ ihren Gesndheitszustand dokumentieren. Zuvor mussten sich die betroffenen Personen telefonisch bei der Gesundheitshotline melden. So will die Stadt die Gesundheitsämter entlassen. Insgesamt 757 Menschen befinden sich in Wien derzeit in Quarantäne. Die Hotline verzeichnet tausende Anrufe pro Tag.

aerzteblatt.de Deutsche würden private Daten zur Bekämpfung des Coronavirus freigeben: Eine Studie des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Unternehmens Usercentrics hat ergeben, dass die Deutschen bereit wären, Teile ihrer Privatsphäre aufzugeben, um die gesundheitliche Gesamtsituation in einer Krise zu verbessern. 71,9 Prozent der befragten Personen wäre damit einverstanden, Gesundheitsdaten, Bewegungsprofile oder soziale Kontaktpunkte mit öffentlichen Einrichtungen zu teilen. Immerhin noch mehr als die Hälfte der Deutschen fände es in Ordnung, wenn öffentliche Stellen mittels Bewegungsprofilen die Verbreitung eines Virus nachvollziehen würden. Nur 39,9 Prozent der Befragten würde allerdings Social Media-Daten herausgeben.

t3n.de Mit 300 Petaflops gegen das Coronavirus – Supercomputer forschen an Wirkstoffen: Immer mehr Wissenschaftler forschen an einem Impfstoff für das Coronavirus und bedienen sich dabei auch Supercomputern. Der Computer „Summit“ am Oak Ridge National Laboratory hat eine Rechenkraft von 200 Petaflops. Damit wird über mehrere Tage die Wirkung von etwa 8000 möglichen Wirkstoffen auf das Coronavirus getestet. Immerhin 77 der getesteten Stoffe hatten tatsächlich eine Wirkung auf das Virus. Auch nutzen einige Forscher anstatt einzelner Supercomputer die verteilte Rechenkraft von Institutionen, Firmen und Privatpersonen. So zum Beispiel die Stanford University. Auch das chinesische Unternehmen Alibaba gibt einen Teil seiner Rechenleistung an Forscher ab.

apotheke-adhoc.de Das Unternehmen m.Doc und der KIS-Anbieter Meona GmbH gehen eine Kooperation ein. Das Krankenhausinformationssystem von Meona sowie die Smart Clinic von m.Doc sollen Patienten in der Zeit eines Krankenhausaufenthalts den Zugriff auf Informationen wie Formulare und Therapiepläne ermöglichen. Die Unternehmen wollen dadurch Patienten möglichst umfassen informieren sowie das Klinikpersonal entlasten.