t3n.de Das Digitale-Versorgungs-Gesetz: Zu spät für die Corona-Krise: Die Bedeutung der Digitalisierung des Gesundheitssystems zeigt sich in diesen Tagen. Immer mehr Menschen nutzen während der Corona-Krise telemedizinische Services wie Videosprechstunden. Zwar wurde im November vergangenen Jahres das Digitale Versorgung Gesetz (DVG) beschlossen, einige Stimmen kritisieren jedoch, dass das Gesetz zu spät kommt. Daniel Zenz, Geschäftsführer von Smart-Q, einem Unternehmen, das digitale Tools für die Bereiche Medizin und Pflege entwickelt, bemängelt: „Eine digitale Revolution über Nacht kann man also nicht erwarten. Für Covid-19 kommt das DVG zu spät.“ Auch andere Unternehmen und Fachleute kritisieren die Bundesregierung dafür, dass sie die digitale Wende im Gesundheitssystem verpasst habe. Der Digital-Health-Index der Bertelsmann-Stiftung stellte 2018 fest, dass Deutschland in einer Rangliste von 17 EU- und OECD-Ländern auf Platz 16 landet, was den Stand der Digitalisierung angeht.
sueddeutsche.de Fresenius rüstet Digital-Dienste auf: Der Klinikbetreiber Fresenius will eine universelle digitale Plattform für Patienten aufbauen und übernimmt dafür das Unternehmen Digitale Gesundheitsgruppe (DGG) über dessen Tochter Curalie. Die Plattform soll Patienten in allen Bereichen des Klinikaufenthalts begleiten. Curalie bietet außerdem Services wie die Vermittlung von Videosprechstunden oder Fachärzten über einen automatisierten Frage-Antworten-Katalog.
handelsblatt.com Telekom gibt Bewegungsdaten an das Robert-Koch-Institut weiter: Die Deutsche Telekom will die Bewegungsdaten seiner Kunden kostenlos mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) teilen, um so die Corona-Epidemie einzudämmen. Eine Telekom-Sprecherin sagte, so umfangreiche Daten seien noch nie von der Telekom weitergegeben worden. Für das RKI wird es dank der Daten möglich, Bewegungsströme zu modellieren. Lothar Wieler, der Präsident des RKI, sagte, das Institut könne so den Kontakt infizierter Personen mit anderen Menschen nachvollziehen. Eine Nachverfolgung der Bewegungen einzelner Personen schloss die Deutsche Telekom jedoch aus.
t-online.de Fachleute: Datenschutz mit Gesundheitsdaten vereinbar: Der Beauftragte für Datenschutz von Rheinland-Pfalz hält die Weitergabe von Gesundheitsdaten für vereinbar mit dem Datenschutz. Zwar seien Informationen über die Gesundheit sensible Daten und man müsse sich der Verantwortung bei deren Erhebung und Verarbeitung bewusst sein, in gewissen Fällen sei die Weitergabe der Daten jedoch angebracht. So zum Beispiel, wenn innerhalb von Unternehmen, wenn Infektionen bereits nachgewiesen wurden. Auch wenn sich Personen in einem vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Gebiet aufhalten, könnten deren Daten erhoben werden.
berliner-woche.de Charité startet Corona-App: Die Berliner Charité hat zusammen mit der Potsdamer Organisation Data4Life eine App zum Coronavirus herausgegeben. Die Anwendung mit dem Namen „CovApp“ bietet dank eines Fragebogens eine Entscheidungshilfe für Personen, die befürchten, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und sich möglicherweise testen lassen wollen. Damit will die Charité die Patientenströme geordneter lenken. Außerdem bietet CovApp Informationen über die Reduktion des Infektionsrisikos.
aerzteblatt.de Telemedizin: Kräftiger Schub für Videosprechstunden: Für viele Anbieter von Telemedizin bedeutet die derzeitige Corona-Krise eine Gelegenheit, sich auf dem Markt zu etablieren und Nutzer zu gewinnen. Viele der Unternehmen bieten ihre Dienste für die Zeit der Corona-Krise kostenlos an. Dabei nutzen momentan noch wenige Ärzte die Möglichkeiten, die eine Videosprechstunde bietet, was unter anderem daran liegt, dass das elektronische Rezept und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung noch nicht abschließend gesetzlich geregelt sind. Der Health Innovation Hub der Bundesregierung hat auf seiner Webseite eine Liste mit kostenlosen Telemedizin-Anbietern zur Verfügung gestellt. Neben Allgemeinärzten und Pneumologen, die zurzeit besonders begehrt für eine Videosprechstunde sind, ist das Verfahren auch für Psychotherapeuten interessant.
heise.de #WirVsVirus: Regierung unterstützt Hackathon gegen Coronavirus: Bis zum 20. März sammelt ein sogenannter Hackathon unter #WirVsVirus Herausforderungen und Probleme, die während der Corona-Epidemie am drängendsten sind. Danach sollen Teilnehmer des Hackathons virtuell an der Lösung dieser Probleme arbeiten. Zur Teilnahme werden neben Programmierern auch Designer und sozial engagierte Bürger aufgerufen. Mögliche Themenfelder, die bearbeitet werden können, sind die Prävention der Viren-Verbreitung und die medizinische Versorgung aber auch der Schutz von Risikogruppen oder der soziale Zusammenhalt im Allgemeinen. Der Hackathon wird von der Bundesregierung unterstützt. Dorothee Bär aufgerufen, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung rief zur Teilnahme auf.
aerzteblatt.de Amazon räumt Medikamenten und Haushaltsgütern Vorrang ein: Um die Versorgung mit wichtigen Gütern zu gewährleisten, priorisiert der Versandhändler Amazon die Lieferung von Medikamenten und wichtiger Haushaltsgüter. Bis zum 5. April will Amazon diese Artikel mit Vorrang behandeln. Das Unternehmen stellte fest, dass aufgrund der momentanen Krise einige Produkte, die für die Grundversorgung benötigt werden, nicht verfügbar seien.
n-tv.de IT-Mediziner Nemat – mit Robotern im OP: André Nemat ist Gründer des „Institute for Digital Transformation in Healthcare“. Ziel der Organisation ist es, den Ärzten mehr Einfluss auf die Innovation in der Medizin und deren Zukunft zu gewinnen. Das Feld wolle er nicht den großen Technologie-Unternehmen überlassen. Das Institut berät Ärzte zum Thema der Digitalisierung in der Medizin. „Die Ärzte haben erstaunlicherweise ganz großen Beratungsbedarf, sind sich darüber aber häufig gar nicht bewusst“, so Nemat.
aerztezeitung.de Elektronische Krankschreibung: Kasse meldet positives Echo auf eAU: Seit die Techniker Krankenkasse im Jahr 2017 die digitale Krankschreibung in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg startete, wurden bereits 165.000 Bescheinigungen elektronisch übermittelt. Die TK schätzt, dass durch den bundesweiten Einsatz der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zu 255 Millionen Papierdokumente wegfallen könnten. Der Vorgang der Übermittlung sei schnell und einfach und habe Vorteile für alle Beteiligten. Auch die AOK und andere Krankenkassen setzten vermehrt auf die elektronische Krankschreibung. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sieht vor, dass ab 2021 alle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von den Ärzten elektronisch an die Krankenkassen übermittelt werden sollen.