kma-online.de Telematikinfrastruktur: Cherry übergibt neues E-Health Terminal an die Gematik: Der Hersteller Cherry hat ein neues E-Health-Terminal an die gematik übergeben. Das „eHealth Terminal ST-1506“ kann von medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken oder Apotheken für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) genutzt werden. Der Touchscreen des Geräts soll leicht desinfizierbar sein und kann per W-LAN betrieben werden.
aerzteblatt.de Pandemie beschleunigt Nachfrage nach Digital Health: Laut der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben Gesundheitsunternehmen an der Börse die Corona-Krise bislang gut überstanden. Vor allem Firmen aus dem Bereich Digital Health stehen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach digitalen Gesundheitsanwendungen gut da. Die Apobank nennt als Beispiel den sprunghaften Anstieg der Videosprechstunden. In einer Umfrage der Apobank bestätigte jeder Vierte Mediziner, die Videosprechstunde und andere digitale Behandlungsmethoden seit Beginn der Pandemie vermehrt einzusetzen. Weitere 40 Prozent planen dies für die Zukunft.
ndr.de Pflegeheime: Ärzte-Besuch soll digital werden: Niedersachsen will an dem Besuchsverbot für Menschen in Pflegeheimen festhalten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Hausärzte besuchten die Bewohner bislang jedoch noch persönlich. Die Arztbesuche sollen nun weitestgehend durch telemedizinische Sprechstunden ersetzt werden. Dafür sollen die Pflegeheime mit Tablets ausgestattet werden, deren Kosten sich die Pflegekassen und das Land teilen. Damit soll nicht nur der Besuch von Ärzten ersetzt werden, die Tablets können auch für Gespräche mit Angehörigen genutzt werden.
background.tagesspiegel.de Telemedizin: Mehr als Video-Sprechstunden: Felix Kaiser ist Geschäftsführer des Unternehmens Fernarzt.com. Für ihn ist Telemedizin mehr als nur das einfache Videogespräch zwischen Arzt und Patient. So gibt es unter anderem die asynchrone Telemedizin, bei der mittels Fragebögen oder Chatbots Symptome abgefragt werden. Damit könnten Ärzte bei der Anamnese und Krankheitseinschätzung entlastet werden. Kaiser fordert, den Nutzen der Telemedizin auch für die Zeit nach der Corona-Krise anzuerkennen.
t-online.de Datenschutzbeauftragter lobt neuen Ansatz bei Corona-App: Ulrich Kelber, der Datenschutzbeauftragte des Bundes, unterstützt die Entscheidung der Bundesregierung, auf einen dezentralen Ansatz bei der Corona-Tracing-App zu setzen. Bei diesem Modell sei der Datenschutzbesser. Trotzdem stehe der Schutz der Daten hier nicht dem Gesundheitsschutz im Weg.
aerzteblatt.de Digitales Bildanalysesystem unterstützt Pathologen bei Beurteilung mikroskopischer Präparate: Ein digitales Bildanalysesystem soll Ärzten dabei helfen, mikroskopische Aufnahmen zu beurteilen. Das System wurde von Wissenschaftlern des Pathologischen Instituts der Charité Berlin und Forschern der Technischen Universität Berlin entworfen. Frederick Klauschen, der stellvertretende Direktor des Instituts für Pathologie der Charité weist darauf hin, dass menschliche Fehler mit der Zunahme an Proben steigen würden. Das Assistenzsystem könne dabei helfen, diese Fehler zu vermeiden. Der Algorithmus des Systems wurde dafür mit tausenden von digitalen mikroskopischen Aufnahmen von Gewebeschnitten trainiert.
sueddeutsche.de Nachdem sich die Bundesregierung für den dezentralen Ansatz bei der Entwicklung der Corona-Tracing-App entschieden hat, steht nun fest, dass die Deutsche Telekom und SAP die Anwendung entwickeln sollen. Beraten werden die Unternehmen dabei von der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Helmholtz-Institut CISPA. Die Anwendung wird mittels Bluetooth die Distanz zwischen zwei Smartphones ermitteln, um Personen zu benachrichtigen, die sich in der Nähe von Nutzern aufhalten, bei denen eine Infektion festgestellt wurde.
aerztezeitung.de OLG Frankfurt zur Online-Arztsuche: Jameda muss Arztprofile nicht löschen: Das Online-Bewertungsportal hat den Rechtsstreit um die Löschung von Profilen gewonnen. Ärzte haben demnach keinen Anspruch auf eine Löschung. Eine Ärztin hatte geklagt, nachdem sie einen negativen Kommentar einer Patientin erhalten hatte, der zwar vorübergehend gelöscht, dann aber wieder freigeschaltet wurde. Das Oberlandesgericht Frankfurt begründete die Entscheidung damit, dass sich das Portal auf „berechtigte Interessen“ berufen könne. In diesem Fall erlaubt EU-Recht die Datenverarbeitung ohne Zustimmung der Betroffenen.
aerzteblatt.de Ärzte kritisieren Fernbehandlungsangebote von Krankenkassen: Der Landesverband Nordrhein des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und der Hausärzteverband Nordrhein kritisieren die Techniker Krankenkasse (TK) für die Form ihrer neuen Videosprechstunde. Edwin Ackermann, Pressesprecher des BVKJ in Nordrhein, nannte das Angebot „überflüssig“. „Wir wünschen uns eine partnerschaftliche Lösung und keine Alleingänge von Krankenkassen“, so Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein. Laut dem BVKJ-Landesverband hätten die Praxen ein solches Angebot bereits umfangreich etabliert. Der Landesverband hätte sich eine Kooperation der TK mit den Kassenärztlichen Vereinigungen gewünscht.
techcrunch.com Can API vendors solve healthcare’s data woes?: Neue Regelungen könnten in den USA dafür sorgen, dass Entwickler von Gesundheitsanwendungen einen besseren Zugang zu wichtigen Gesundheitsdaten bekommen, um ihre Anwendungen zu auszubauen. Patienten, aber auch Unternehmen könnten davon stark profitieren. Der sogenannte 21st Century Cures Act verlangt unter anderem, dass die Anbieter von elektronischen Krankenakten alle Sperren beseitigen müssen, die die Daten unter Verschluss halten. So Der Zugang zu den elektronischen Krankenakten von Patienten ist für viele Start-ups ein wichtiger Faktor, der über das Überleben der Firmen entscheiden kann.
cnbc.com European telehealth start-up Kry lands in the US as coronavirus creates spike in demand: Der schwedische Telemedizinanbieter Kry startet in den USA seine kostenlose Online-Plattform Livi Connect, über die Videosprechstunden abgehalten werden können. Die Anwendung stellt eine abgespeckte Version der normalen Version dar. Kry-Mitgründer Johannes Schildt nannte den Start in den USA daher einen „Einstiegspunkt“. Die Anwendung sei gerade in der Zeit der Krise nötig. Es gebe einen Mangel an sicheren und geschützten Anwendungen, die für die Telemedizin entworfen wurden.