Health Headlines am Freitag, 31. Juli 2020

aerzteblatt.de Bundesverband Gesundheits-IT kritisiert KBV und KV: Nachdem sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und alle 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) letzte Woche in einem gemeinsamen Brief gegen die Digitalisierungspläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestellt haben, kritisiert das Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) das Vorgehen scharf.  Eigentlich müsste die Ärzteschaft zu den stärksten Verfechtern der Digitalisierung gehören und sich nicht dagegenstellen, meint Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg. Stattdessen würden sie nach gezielter Konfrontation suchen.

zm-online.de Das zahnärztliche Bonusheft wird digital und in die ePA integriert: Ab 2022 wird das zahnärztliche Bonusheft in die elektronischen Patientenakte aufgenommen. Dies entschieden die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Falls man das Bonusheft mal vergessen hat, entfällt dank der Digitalisierung künftig der Nachtrag der Vorsorgeuntersuchungen.

br.de Mit Instagram zum Organspendeausweis: Deutschland hat zu wenige Organspender. Um dieses Problem zu lösen, setzt der Verein Junge Helden e.V. auf eine digitale Strategie. So können Instagram-User mit ihrem Handy zum Beispiel einen speziellen Organspendeausweis erhalten, das Design auswählen und ihn anschließend als Bildschirmhintergrund festlegen. Die Idee nennt sich „Life Saving Wallpapers“. Die Organisatoren sind von der Resonanz begeistert. Innerhalb weniger Tage erreichte die Kampagne über 500.000 User.

manager-magazin.de KI entwickelt Gesundheitssystem immer weiter: Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen vorangetrieben und dabei den Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz (KI) gesetzt. KI kann aber noch viel mehr als eine effiziente Verwaltung von Patientendaten zu ermöglichen. Künftig sollen KI-gestützte Nanoroboter genau die Orte im Körper ansteuern, wo Medikamente und Therapien greifen. Stephanie Kaiser, Gründerin des StartUps Heartbeat Labs, berichtet über Herausforderungen, die der intensiven KI-Anwendung auf dem deutschen Gesundheitsmarkt im Wege stehen und welche Chancen der Markt bietet.

aerzteblatt.de Die DiGA soll bereits im August verwendet werden Die „App auf Rezept“ rückt näher. Ab August können Ärzte und Psycho­therapeuten erste digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)  verordnen. Das Verzeichnis sei so konzipiert, dass es durch die zahlreichen Such- und Filterfunktionen Ärzten, Anwendern und Krankenkassen einen umfangreichen Überblick zu den Produkteigenschaften liefere, erklärt Wiebke Löbker, Leiterin des für DiGA zuständigen Innovationsbüros beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte. Bisher lägen 18 Anträge vor.

aerzteblatt.de Strukturwandel der Krankenhauslandschaft: Der stationäre Sektor muss umstrukturiert werden. Das war bereits vor der Corona-Pandemie klar. Sowohl die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), als auch die Deutsche Ärzte Kammer fordern, um auf Krisen angemessen reagieren zu können, Kapazitäten zu finanzieren. Hierfür sei der Erhalt, die Stärkung und die sektorenübergreifende Weiterentwicklung von Standorten in Regionen mit Versorgungsdefiziten wichtig. Gerade die Versorgungssicherheit sei nach der Pandemie sicher neu zu gewichten, erklärt DKG-Präsident Dr. rer. pol. Gerald Gaß.

aerzteblatt.de Übergangsfristen für elektronische Arbeitsunfähigkeits­bescheinigung verlängert: Das Bun­desministerium für Gesundheit ist den Forderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu den Übergangsregelungen für die eAU nachgekommen. Demnach müssen Vertragsärzte die elektronische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) erst ab dem 1. Oktober 2021 und nicht bereits zum 1. Januar 2021 ausstellen und die Daten an die Krankenkassen übermitteln.

lifepr.de OvulaRing launched neue Version seines telemedizinischen Zugangs für Ärzte: Aufgrund des großen Schubs der Telemedizin infolge der Corona-Krise hat auch der Medizintechnikhersteller OvulaRing reagiert und eine neue Version seines telemedizinischen Zugangs für Ärzte auf den Markt gebracht. Der weibliche Zyklus wird mit OvulaRing anhand der Körperkerntemperatur analysiert. Die neue Version erlaubt es Ärzten einen eigenen Zugang zu erstellen sowie Zyklen in Echtzeit einzusehen und zu vergleichen.

medtechdive.com Corona fordert das Lieferkettenmanagement in der Medizintechnik heraus: Zu den Herausforderungen typischer medizintechnischer Produktlinien gehört die Prognose der Nachfrage in einem sich täglich ändernden Geschäftsumfeld. In allen Bereichen kann es schwierig sein, einen Überblick in die Echtzeit-Bedürfnisse der Kunden im Gesundheitswesen zu erhalten. Daher besteht die große Herausforderung nun darin, die Kapazitäten mit einer Zuliefererbasis auszubauen. Besonders Corona hat die Medtech-Industrie vor logistischen Herausforderungen gestellt.

latamlist.com Healthtech Llamando al Doctor gewinnt Novartis Startup Challenge 2020: Llamando ist der erste telemedizinische Dienst in Argentinien. Er stellt die medizinische Versorgung für die Schwächsten der Gesellschaft bereit. Der digitale Dienst steht den Patienten rund um die Uhr zur Verfügung und bietet jedem, der ein Telefon besitzt, Online-Termine mit registrierten Fachleuten. Gerade seit Ausbruch der Pandemie hat die Telemedizin an Bedeutung gewonnen. In den letzten Monaten hat die Plattform 100.000 Termine gebucht und mehr als 3 Millionen Benutzer gezählt.

onezero.medium.com Die Ära der DNA-Datenbank-Hacks ist angebrochen: Die Online-DNA-Datenbank GEDmatch wurde von Hackern angegriffen. Die Datenbank ist ein Genealogie-Tool, das es Benutzern ermöglicht, ihre DNA-Profile, die von Gentestservices erstellt wurden, hochzuladen und nach Verwandten zu suchen. Der Hack erlaubte der Polizei vorübergehend, die Profile von mehr als 1 Million Nutzern zu durchsuchen, die zuvor für die Strafverfolgung nicht zugänglich waren.