Health Headlines am Freitag, 21. August 2020

deutsche-startups.de Google investiert 15 Millionen in Klara: Das Berliner Health-Start-up Klara kann Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro einfahren. Unter anderem setzt Gradient Ventures, der Investmentableger von Google auf das Unternehmen. Klara bietet einen Dienst, der verschiedene Akteure des Gesundheitswesens miteinander verknüpft. Mindestens 32 Millionen Euro wurden bislang in das Start-up investiert.

background.tagesspiegel.de Beschleunigt das e-Rezept das Apothekensterben? In Deutschland gibt es immer weniger Apotheken – aktuell sind es rund 18.900. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) glaubt, dieser Trend könnte sich noch verstärken, wenn das E-Rezept eingeführt wird und sich das geplante Gesetz zur Stärkung der Apotheken weiter verzögert. Tatsächlich nimmt die Beliebtheit von Online-Apotheken zu. Ein großer Teil der Bevölkerung setzt laut einer Studie von Civey jedoch sowohl auf die Vor-Ort-Apotheke, als auch auf die Möglichkeit, Medikamente online zu bestellen.

deutsche-apotheker-zeitung.de Noch viel zu tun für das E-Rezept: Bei einer Online-Veranstaltung erläuterte Sören Friedrich, Leiter der Telematik-Abteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), die aktuelle Entwicklung der Telematik-Infrastruktur (TI) sowie des E-Rezepts. Der Anschluss an die TI, der für die Apotheken Ende September ansteht, werde es voraussichtlich zu Verzögerungen kommen. Beim E-Rezept seien noch weitere Gespräche bezüglich der Sicherheit und der Zuverlässigkeit nötig, erklärte Gastgeber Dr. Peter Froese, Vorsitzender des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein.

rnd.de App gestartet, Corona-Hit gelandet – Wie vier junge Ärzte die Telemedizin umkrempeln wollen: Dermanostic ist eine App, die es Patienten ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit eine dermatologische Diagnose zu erhalten. Dafür müssen Anwender Fotos der betroffenen Stelle sowie einen ausgefüllten Fragebogen einreichen. Anhand dieser Informationen geben Ärzte dann die Diagnose und eine Therapieempfehlung sowie gegebenenfalls ein Rezept. Wegen der Corona-Krise sprang dem deutschen Start-up ein Investor ab. Dadurch verzögerte sich der Start der App. Inzwischen verzeichnet das Unternehmen jedoch bereits Wachstum. Rund 2.000 Patienten wurden laut Dermanostic inzwischen per App behandelt.

deutsche-apotheker-zeitung.de die Stellung der Apotheke vor Ort als zentraler Lotse, Beratungsinstanz und Dienstleister für die Gesundheit: Noventi wird die Telemedizin-Anbieter Fernarzt und Wellster Healthtech in die Apotheken-App callmyApo integrieren. Dr. Sven Jansen, Vorstand Noventi Health SE, betonte, Noventi wolle damit „die Stellung der Apotheke vor Ort als zentraler Lotse, Beratungsinstanz und Dienstleister für die Gesundheit“ stärken.

kma-online.de Asklepios Klinik St. Georg ist Vorreiter beim Röntgen: Die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg ist die erste in Deutschland und zweite in Europa, die das neue digitale Ganzkörper-Röntgensystem EOSedge nutzt. Das System ermöglicht es, genau 3D-Modelle zu erstellen, wobei die Strahlenbelastung durch den Scan wesentlich geringer ausfallen soll.

cio.de Hartmann wird zum digitalen Lösungsanbieter: Das Unternehmen Hartmann wendet sich den den Bereichen Desinfektion, Wund- und Inkontinenzmanagement zu. Unter anderem dank einer digitalen Gesundheitsplattform soll die „Transformationsreise“ des Konzerns gelingen.

netzpolitik.org Gesundheitsministerium verteidigt Corona-Warn-App: Eine Studie aus Irland hatte Zweifel am Nutzen von Corona-Tracing-Apps im öffentlichen Nahverkehr gesät. Das Metall in den Zügen würde das Bluetooth-Signal stören, so die Forscher. Das deutsche Gesundheitsministerium widerspricht den Ergebnissen der Studie. Messungen des Fraunhofer Instituts hätten „rund 80 Prozent der Begegnungen“ richtig erfasst.

pharmaphorum.com Pilotstudie unterstützt Kaia Health App zur Linderung von Rückenschmerzen: Das Münchner E-Health-Unternehmen Kaia hat in den USA eine Studie zu seiner Physiotherapie-App gegen Rückenschmerzen durchführen lassen. Anwender der App berichteten von einem Rückgang der Schmerzen um 40 Prozent. Auch die Schlafqualität vieler Probanden stieg deutlich.

washingtonpost.com Eine Fruchtbarkeitsapp teilte Daten ohne Zustimmung der Benutzer, sagen Forscher: Die Fertilitätsanwendung Premom, die Vorhersagen zur Fruchtbarkeit von Nutzerinnen trifft, hat offenbar Daten mit drei chinesischen Unternehmen geteilt, ohne dass Betroffene ihre Zustimmung gegeben hätten. „Es ist besonders besorgniserregend, wenn wir dieses Verhalten in Bezug auf eine App sehen, die auf Frauen abzielt, die versuchen, schwanger zu werden“, sagte Quentin Palfrey, Präsident von IDAC, einer gemeinnützigen Organisation zur Überwachung von App-Entwicklern. Inzwischen sei der Datenaustausch laut Premom eingestellt worden.