Health Headlines am Sonntag, 23. August 2020

deutschlandfunk.de Digitalisierung des Gesundheitswesens: Probleme rund um die Datensicherheit: Nachdem der Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber vor Sicherheitsmängeln in der Datenschutzarchitektur der elektronischen Patientenakte (ePa) hingewiesen hat, wollen die Akteure des Digitalisierungsprozesses Sicherheitslücken stopfen. Wie die Sicherheitsfirma McAfee untersuchte, haben insbesondere kriminelle Wirtschaftsspione ein Interesse an den Daten der ePa. Für Medizinunternehmen könnten diese große Vorteile im Wettbewerb bringen.

aerzteblatt.de Elektronische Patientenakte: KBV bei MIOs im Zeitplan: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) liegt im Prozess für die elektronische Patientenakte (ePa) im Zeitplan bei den Medizinischen Informationsobjekten (MIO). Dazu gehören Impfpass, zahnärztliches Bonusheft, Mutterpass und U-Untersuchungsheft. Die Kommentierungsphase sei abgeschlossen – der Prozess soll einheitliche Verarbeitung von Gesundheitsdaten gewährleisten.

faz.net „Die elektronische Patientenakte kann Leben retten“ (€): Ferdinand Gerlach, der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, spricht sich im Interview für die elektronische Patientenakte (ePa) aus. Die Kritik des Datenschutzbeauftragtens Ulrich Kelber sei einseitig und überspitzt. Die ePa könne den Gesundheitsschutz maßgeblich erhöhen und dies stehe nicht in Relation zu Datenschutzbedenken.

aerztezeitung.de Keine Datenübermittlung in die USA bei Nutzung der TI: Die Weitergabe von Daten der an die Telematikinfrastruktur (TI) angebundenen Akteure an US-amerikanische Server sei ausgeschlossen. Dies erklärt die Gematik. Das Privacy-Shield-Urteil der Europäischen Union besorgte Ärzte, allerdings fände bei der TI kein Datenaustausch mit den USA statt.

pharmazeutische-zeitung.de BMG: Keine Fristverlängerung für Apotheken bei der TI-Anbindung: Die Frist für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur läuft für Apotheken Ende September ab. Praktiker halten dies für verfrüht. Das Bundesgesundheitsministerium plant allerdings keine Fristverlängerung, wie aus einer Kleinen Anfrage der FDP hervorging.

komonews.com Uber startet Lieferservice für rezeptpflichtige Medikamente in Seattle: Der Fahrdienst Uber startet eine neue Dienstleistung: Das Startup nutzt die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie um Kranken Medikamente nach Haus zu liefern. Damit soll das Risiko für Infektionen für Risikogruppen sinken, zudem baut Uber ein Modell auf, das die gesunkene Rate der Fahrgäste abfedern soll.