Health Headlines am Sonntag, 27. September 2020

aerztezeitung.de Neue Informationen zur Organisation von Videosprechstunden vom BÄK Nachdem die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband die Mengenbegrenzung für Behandlungsleistungen per Videosprechstunde um drei Monate bis Jahresende verlängert haben, stellt die Bundesärztekammer (BÄK) Ärzten nun neue technische, rechtliche und organisatorischen Informationen zur Organisation zur Verfügung. Damit wolle man die Angebote als Ergänzung zum Arztbesuch zu fördern, wie Vorsitzender der Arbeitsgruppe Fernbehandlung der BÄK, Josef Mischo, in der Mitteilung erklärt.

aerzteblatt.de KVVen und KBV und sprechen sich für bessere IT-Lösungen aus Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) fordern bessere IT-Lösungen und eine Finanzierung der durch die Digitalisierung entstehenden Aufwände. Der derzeitige Ansatz der Vernetzung ist „nicht hinreichend praxiserprobt und für die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Ergebnis dysfunktional“. Dies ergebe sich vor allem aus den regelmäßigen Pannen der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI), wie es in der Erklärung des Arbeitskreises der KVen heißt. Sie fordern, dass der Staat Softwarelösungen für die TI kostenfrei zur Verfügung stellt.

aerzteblatt.de Rhön verabschiedet sich von Medgate Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum hat sich aus seiner Mehrheitsbeteiligung des Schweizer Telemedizin-Anbieters Medgate gezogen und 51-Prozent der Anteile an diesen abgegeben. Man wolle sich weiterhin im Bereich der Telemedizin engagieren, wie der Klinikbetreiber erklärt. Sie stelle „eine unabdingbare Komponente in der medizinischen Versorgung“ und „sowohl aus der medizinischen Sicht als auch aus der ökonomischen Perspektive eine sinnvolle Ergänzung der stationären und ambulanten Leistungserbringung“ dar.

aerztezeitung.de Beträge der Kostenpauschalen für Arztbriefe werden ausgesetzt Da die nötige Technik für den elektronischen Versand und Empfang der Briefe noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehe, werden die Höchstwerte für die Erstattung von Arztbriefen per Brief und Fax bis zum Quartal 2021 ausgesetzt. Darauf hat sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem Spitzenverband der Krankenkassen geeinigt. Die Höchstbeträge für die Pauschalen bei elektronischem Versand und Empfang bleiben unverändert.

theverge.com Zu wenig Daten für einen repräsentativen Algorithmus in den Staaten In Amerika dominieren Einrichtungen in Massachusetts, California und New York die Patientendaten. Zu wenig, wie das Journal of the American Medical Association letzte Woche in ihrer veröffentlichten Studie feststellte. 34 weitere Staaten waren überhaupt nicht vertreten. Die enge geografische Verteilung der Daten, die für diese Algorithmen verwendet wurden, kann zu einer Verzerrung führen, argumentieren die Autoren der Studie. Die Daten werden auf diese Weise geclustert und können  landesweit zu keinen gültigen medizinischen Einschätzungen führen.