Health Headlines am Sonntag, 18. Oktober 2020

theguardian.com Digitaler Gesundheitsausweis für Briten probeweise im Einsatz: In Großbritannien werden in einem Pilotversuch am Mittwoch Passagiere mit einem digitalen Gesundheitsausweis in die USA fliegen. Der Versuch findet im Rahmen einer globalen Studie zum Thema „sicheres Fliegen in Coronazeiten“ statt. Das sogenannte CommonPass-System wurde mit Unterstützung des Weltwirtschaftsforums entwickelt und soll Flugreisenden den Nachweis ermöglichen, nicht an Corona erkrankt zu sein. Im Vorfeld wurde Kritik an unsicheren Tests und Datenschutzbedenken laut.

science.apa.at Wie Österreichs Ärztinnen und Ärzte zu Telemedizin stehen: In einer Studie der Donau-Universität Krems in Kooperation mit der Ärztekammer Österreich wurden niedergelassene Ärzte in Österreich über ihre Einstellung zur Telemedizin befragt. Demzufolge sehen 61 Prozent der Ärzte sehr großes oder großes Potential für die telemedizinische Versorgung von Patienten. Immerhin 57 Prozent erkennen das Potential auch im Corona-freien Normalbetrieb. Und ganze 84 Prozent stellen eine hohe oder sehr hohe Akzeptanz für telemedizinische Betreuung per Telefon bei Patienten fest. Deutlich weniger Akzeptanz sei bei Video- oder E-Mail-Kommunikation festzustellen.

inside-it.ch Deutsche Forscher bestätigen Kritik an Schweizer Corona-App: Ein Forschungsteam der TU Darmstadt und der Universität Würzburg hat eine Zwischenbilanz zur Schweizer Corona-Warn-App gezogen. In die Kritik geriet dabei insbesondere die Datenübertragung via Bluetooth-Technologie, die zu ungenau sei. Auch beim Thema Datenschutz stellten die Forscher ernsthafte Mängel fest. Das Forschungsteam berief sich bei seiner Einschätzung auf weitere Studien internationaler Wissenschaftler, die gleichlautende Befunde zutage förderten.

zeit.de Minijobber und Bundeswehr: Aufwendige Corona-Kontaktsuche: Noch liegt die Nachverfolgungsquote der Gesundheitsämter bei der Suche nach Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zwischen 90 und 100 Prozent. Doch es gebe Personalengpässe bei den Ämtern, teilte das Gesundheitsministerium des Landes Thüringen mit. Nun soll personelle Verstärkung das Problem beheben. Schließlich wartet Thüringen noch immer auf die vom Bund zugesagten millionenschweren Fördermittel des Bundes zum Ausbau der Digitalisierung. Thüringen hat als eines von vier Ländern eine entsprechende Vereinbarung, die Zugang zu den Fördergeldern ermöglichen würde, noch nicht unterzeichnet.

theweek.in Indien und Niederlande kooperieren bei E-Health-Initiative: Indien und die Niederlande diskutieren über eine Zusammenarbeit im E-Health-Bereich. Ziel sei es, digitale Gesundheitseinrichtungen für Inder zugänglich zu machen und die Digitalisierung des Gesundheitswesens in den Niederlanden zu beschleunigen, teilte das indische Gesundheitsministerium mit. Der indische Botschafter in den Niederlanden, Venu Rajamony, betonte die 2führende Rolle der EU“ in Sachen E-Health weltweit, von der Indien nun profitieren könne.

aerztezeitung.de Stiftung will „weltweit größte Datenbank zum Brustkrebs“: Die im vergangenen Jahr in Berlin gegründete humanitäre Organisation HIPPO AI Foundation arbeitet an der weltweit größten offenen Datenbank gegen Brustkrebs. Die „Viktoria 1.0“-Datenbank soll weltweit Datensätze von Brustkrebspatienten sammeln, die Algorithmen dabei helfen sollen, Tumore eher zu erkennen. Mithilfe der Daten soll es perspektivisch möglich sein, bessere KI-Tools zur Früherkennung von Brustkrebs zu entwickeln. Durch eine Vielzahl differenter Daten könne die KI gezielter und genauer trainiert werden, so die Hoffnung der NGO.