Health-Headlines am Freitag, 13. November 2020

welt.de App zur Coronavirus-Impfung Die Einführung eines Corona-Impfstoffs soll mit einer App begleitet werden, um mögliche Nebenwirkungen erfassen zu können. Auf diese Weise sollen sich bereits geimpfte Personen über eventuelle Symptome informieren können. Die Anwendung solle dabei helfen, mögliche Probleme in einer Langzeitanalyse zentral zu erfassen und auszuwerten, erklärt Reinhold Schmidt, Leiter wissenschaftlichen Beirats des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Die App soll auch Teil der nationalen Impfstrategie werden.

aerzteblatt.de Neue Studie belegt Nachholbedarf im deutschen Gesundheitswesen: Laut des ersten E-Health-Monitors der Unternehmensberatung McKinsey & Company bestehe in Deutschland Nachholbedarf in Sachen E-Health. Besonders bei der Kommunikation zwischen Ärzten und anderen Gesundheits­ein­richtungen: 93 Prozent der niedergelassenen Ärzte würden noch immer in Papierform mit Krankenhäusern kommunizieren. Nur 44 Prozent der Krankenhäuser und Praxen tauschten Daten digital aus. Als positiv wurde die IT-Infrastruktur bewertet: So sind 95 Prozent der Kliniken vollständig oder teilweise mit anderen Leistungserbringern digital verbunden und über 60% verfügen über elektronische Medikations-, Arzneimittelprüfungs- oder Diagnostikhilfen.

it-daily.net Instagram kündigt Tool zur Prävention von Suizid in Europa an Mit dem neuen Tool zur Suizidprävention auf Instagram, sollen Moderatoren Beiträge besser identifizieren können, die im Zusammenhang mit Problemen des mentalen Wohlbefindens stehen könnten. Während die Funktion in Amerika mittels Künstlicher Intelligenz bereits umgesetzt wurde, könnte sie in Europa wegen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein Eingriff für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen darstellen. Instagram befinde sich daher in Gesprächen mit der irischen Data Protection Commission.

aerztezeitung.de Psychotherapeutische Videosprechstunden haben sich durchgesetzt Nach einer Online-Befragung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ist die Videosprechstunde in der Psychotherapie mittlerweile fest integriert. Neun von zehn Therapeuten sind wegen der Pandemie auf Videosprechstunden ausgewichen und wollen dies auch weiterhin beibehalten. Die 3434 befragten Psychotherapeuten gaben an, dass rund 80 Prozent der Patienten während der Pandemie „nicht in die Praxis kommen konnten“ und daher eine Videosprechstunde bevorzugten.

pharmazeutische-zeitung.de Verlage sind gegen Kooperation zwischen BGM und Google Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesgesundheitsministerium (BGM) und Google wird von Medienverbänden scharf kritisiert. Medienverbände befürchten Angriffe auf die Pressefreiheit und eine Benachteiligung der privatwirtschaftlichen Presse-Unternehmen. Schon dass ein Bundesministerium überhaupt ein eigenes Fachmedium mit vollwertiger redaktioneller Berichterstattung über Gesundheitsfragen betreibe, sei mit der Staatsfreiheit der Medien nicht vereinbar, meint Rudolf Thiemann, Präsident der Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger.

aerzteblatt.de EU-Studie belegt: Innovationsschub für Gesundheit ist erwünscht Seit Ausbruch der Coronakrise sei der Wunsch nach zusätzlicher Innovationsförderung im Gesundheitsbereich deutlich gewach­sen. Dies ist das Ergebnis einer im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführten Umfrage in den EU-Mitgliedstaaten und Großbritannien. Vor der Pandemie sprachen sich nur 32 Prozent der Befragten für mehr Anstrengungen im Gesundheitswesen aus. Im Sommer 2020 befürworteten dies 49 Prozent der Deutschen.

fh-dortmund.de KI für eine effizientere Blutkonserven-Logistik Die Fachhochschule Dortmund arbeitet zusammen mit der Universitätsmedizin Essen an KI-gestützten Systemen für eine effizientere Blutkonserven-Logistik. Das vom Bund geförderte Projekt „AutoPiLoT“ soll Daten mittels künstlicher Intelligenz auswerten und eine Prognose stellen, wann in welchem Krankenhaus wie viele Blutkonserven benötigt werden. „Mittels KI hoffen wir in diesen Daten Muster erkennen zu können“, sagt Prof. Dr. Britta Böckmann, Leiterin der Projekts. Täglich werden in Deutschland knapp 800 Blutkonserven entsorgt.

aerzteblatt.de Urologen  befürworten Digitalisierung im Gesundheitssystem Laut einer Umfrage des Berufsverbands der Deutschen Urologen (BvDU) begrüßen 76 Prozent der Urologen die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitssystem, insbesondere die Einführung eines elektro­ni­schen Medikationsplan auf der Versichertenkarte (83 Prozent), den Not­fall­daten­satz (74 Prozent) und den Kommunikationsdienst im Medizinwesen (KIM) (48 Prozent). Allerdings sehen nur 54 Prozent der Urologen ei­nen Mehrwert in der Installation der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) für ihre Praxen.

pharmazeutische-zeitung.de Berufsverband der deutschen Dermatologen warnt vor Lohneinbrüchen durch Online-Hautcheck Nachdem die Techniker Krankenkrasse bekannt gab, fachärztliche Online-Beratung von Hautproblemen durch Derma­to­logen anzubieten, befürchtet der Berufsverband der deutschen Dermatologen Honorareinbrüchen. Denn selbst die synchrone Videosprechstunde der Hautärzte sei bereits an der zu niedrigen Bezahlung gescheitert, erklärt Klaus Strömer, Präsident des Berufsverbands deutscher Dermatologen (BVDD). Bisher hätten die Erfahrungen gezeigt, dass beim Übergang in die Regelversorgung oftmals Chancen verpasst würden, digitale Strukturen aufzubauen.

aerztezeitung.de AOK PLUS bietet Ärzten eTherapiebericht Die Kommunikation zwischen Therapeuten und Ärzten verläuft noch immer umständlich per Fax oder Brief. Als bundesweit erste Krankenkasse hat die AOK PLUS eine Internet-Plattform entwickelt, die den Versand auf elektronischem Weg ermöglicht. Der eTherapiebericht ist eine sichere elektronische Übertragungsmöglichkeit für Berichte von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden.