Health Headlines am Freitag, 27. November 2020

apotheke-adhoc.de Spahn plant Staats-Jameda: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant den Aufbau ein nationales Arztsuche-Portal. Für den Vorstoß hagelt es Kritik. Aus dem Referentenentwurf des Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungsgesetzes (DVPMG) geht hervor, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung ein Arztportal aufbauen soll. Dies erinnert stark an bereits existierende Angebote wie Docotlib oder Jamenda. Branchenexperten beklagen eine staatliche Ungleichbehandlung. Das Vorgehen „setze alle Mechanismen der freien Information und damit der freien Meinungsbildung in unserer Demokratie außer Kraft“ so beispielsweise der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

aerzteblatt.de Millionenförderung für virtuelles Krankenhaus NRW: Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales fördert das Telemedizin-Netzwerk NRW über die kommenden drei Jahre mit zwölf Millionen Euro. Das „Virtuelles Krankenhaus“ genannte Projekt soll insbesondere Aufbau und Weiterentwicklung von telemedizinischen Dienstleistungen sowie die allgemeine Digitalisierung des Gesundheitssektors vorantreiben. Seit dem Frühjahr ermöglicht das „Virtuelle Krankenhaus“ Kliniken in NRW, über Telekonsile mit Experten Corona-Fälle schnell und digital abzuklären. Nun soll das Angebot auf weitere Krankheitsbilder und Fachbereiche erweitert werden.

kma-online.de Erster in Deutschland entwickelter Desinfektionsroboter : Im Oktober kam der erste in Deutschland entwickelte UV-Desinfektionsroboter auf den Markt. Der von der Firma ICA Traffic GmbH entwickelte „Hero 21“ wurde mit der Ruhr Universität Bochum entwickelt und nutzt ultraviolettes Licht, mit welchem Bakterien, Keime und Viren zuverlässig unschädlich gemacht werden können. Diese Technik ist insbesondere für Bereiche geeignet, die nicht permanent mit chemischen Desinfektionsmitteln behandelt werden können, beispielsweise Belüftungsanlagen oder solche zur Trinkwasseraufbereitung.

healthcare-startups.de Digital Healthcare Startup Ökosystem NRW: Die Ruhr-Universität-Bochum startet am 1. Dezember 2020 das Projekt „Digital Healthcare Startup Ökosystem NRW“. Das vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt soll dabei helfen, Startups im Gesundheitssektor zu unterstützen und ihnen eine Plattform für Austausch und Vernetzung mit anderen Akteuren zu ermöglichen.

netzpiloten.de E-Health-Branchensprecherin Anne Sophie Geier über Apps auf Rezept: „Die Qualität ist sichergestellt,“ so fasst die neue Chefin des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung, Anne Sophie Geier denn Status Quo der seit Oktober verschiebbaren digitalen Gesundheitsanwendungen zusammen. Im Interview erklärt sie die wichtige Rolle, die solche Apps bei der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens spielen.

sueddeutsche.de Techniker Krankenkasse entwickelt Erste-Hilfe-App: Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: Rund jeder vierte Baden-Württemberger traut sich nicht, Erste Hilfe zu leisten. Zwar hätten nahezu alle Befragten mindestens einmal an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen, doch bei rund zwanzig Prozent der Befragten liege dies schon mehr als 20 Jahre zurück. Eine gesetzliche Verpflichtung zur regelmäßigen Auffrischung des Kurses, den man beispielsweise im Rahmen des Führerscheinerwerbs absolvieren muss, existiert nicht. Um Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse digital aufzufrischen, hat die TK nun die App „TK-RescueMe VR“ entwickelt, die kostenlos in den entsprechenden App-Stores herunterzuladen ist.

healthcareitnews.com Großbritannien vergibt 15 KI-Stipendien: Am Freitag hat die britische Regierung die Preisträger der „Turing AI Acceleration Fellowships“ bekannt gegeben. Es wurden 15 Stipendiaten ausgewählt, deren Projekte sich mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Wissenschaft und Technik befassen. Mit rund 20 Millionen Pfund wird ihre Forschung nun über fünf Jahre gefördert, um technologische Innovationen in Bereichen wie der Krebsfrüherkennung oder die Entwicklung tragbarer medizinischer Geräte voranzutreiben.

thenextweb.com Sieben E-Health-Trends für 2021: Die diesjährige Pandemie hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Potenzial und Zukunftsfähigkeit im digitalen Gesundheitswesen steckt.
Der Bereich E-Health nimmt international Fahrt auf und es gibt einige Phänomene, die sich dauerhaft etablieren werden: Telemedizinische Angebote wie Videosprechstunden, der Einsatz von Virtual Reality im Gesundheitssektor und der Ausbildung von medizinischem Fachpersonal, nationale digitale Gesundheitsplattformen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und smarten Wearables im Gesundheitswesen, aber auch eine engere internationale Zusammenarbeit im Bereich Digital Health und verschiedenste Gesundheits-Startups. Der E-Health-Trend ist ungebrochen und dies wird sich auch im neuen Jahr fortsetzen.

forbes.com Erste Airlines setzen auf Onlineplattformen, um Infektionsstatus ihrer Passagiere zu bewerten: Um auch in Zeiten von Corona Passagiere befördern zu können, bedarf es einiger technologischer Neuerungen. Die gemeinnützige Commons Project Foundation kündigte diese Woche an, dass bald einige der größten Fluggesellschaften und Flughäfen der Welt bald die Plattform „CommonPass“ als einheitlichen Ansatz für Reisen verwenden werden. Das unter anderem vom Weltwirtschaftsforum unterstützte Projekt soll eine sichere und weltweit unteroperable Plattform zur Dokumentation ihres Covid-19-Status darstellen. Für Passagiere wäre es damit leichter zu erkennen, ob die aktuell geltenden Einreisebestimmungen für ein Land erfüllt sind. Zugleich wäre der Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten sichergestellt. Einige große Fluggesellschaften wie beispielsweise die Lufthansa oder United Airlines wollen ab Dezember auf internationalen Flügen mit dem Einsatz von „CommonPass“ beginnen.

devicemed.de Telemedizinpreis 2021: Die Bewerbungsfrist für den jährlichen Telemedizinpreis der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) läuft noch bis zum 4. Dezember 2020. Die Auszeichnung richtet sich an Organisationen und Personen die sich „in besonderem Maße in der Telemedizin verdient gemacht haben“. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Teile: In der ersten Runde prüft eine Fachjury die eingereichten Beiträge. Für Stufe zwei wählt Jury einzelne Beiträge aus. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, ihre Inhalte in rund zweiminütigen Videoclips vorzustellen, die im Rahmen eines Science Slams während des Nationalen Fachkongresses Telemedizin am 14. Januar 2021 gezeigt werden sollen. Im Rahmen des Kongresses werden auch die Preisträger gekürt.