heise.de Gematik startet Digitales Adressbuch des Gesundheitswesens: Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) hat zum 1. Dezember den den Verzeichnisdienst der telematischen Infrastruktur (VZD) gestartet. Der Dienst soll als Digitales Adressbuch fungieren und speichert nicht nur alle Ärzte, die mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen sowie einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) besitzen, sondern auch Praxen, die per SMC-B-Karte und einem Konnektor an die telematische Infrastruktur angeschlossen sind. Unternehmen wie Medisign sind als sogenannte Vertrauensdienstleister dafür zuständig, das Verzeichnis zu füllen.
apotheke-adhoc.de Bundesregierung will Sicherheit in der Arzneimitteltherapie weiter verbessern: Das Bundesgesundheitsministerium hat einen offiziellen Entwurf für den neuen „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)“ für die Jahre 2021 bis 2024 vorgelegt. Darin heißt es, man wolle digitale Vorhaben wie das eRezept und den eMedikationsplan weiter ausbauen. Zur Steigerung der Sicherheit in der Arzneimitteltherapie setzt man auf die bessere Zusammenarbeit zwischen Apothekern und Ärzten. So plant man, in Zukunft gemeinsame Lehrveranstaltungen von Medizin- und Pharmaziestudierenden zu initiieren. Zudem sollen schon in der Ausbildung und anschließend während der Weiter- und Fortbildung Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte „AMTS-relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen“ vermittelt werden.
zeit.de App verspricht weniger Wartezeit beim Arzt: Die von einem Start-up der Technischen Hochschule (TH) Mittelhessen entwickelte App „Wart’s Ab“ verspricht, Wartezeit beim Arzt zu verringern. Dafür erstellen Praxen bei Anruf eines Patienten einen Zahlencode, der vom Anrufer in die App eingegeben werden kann und so den voraussichtlichen Behandlungszeitpunkt anzeigt.
Gefördert wurde das Projekt vom Sozialministerium Hessen und der Techniker Krankenkasse. In der Pilotphase sollen zunächst 60 Praxen in Mittelhessen und im Rhein-Main-Gebiet „Wart’s ab“ testen.
heise.de Betriebsärzte fordern Zugriff auf ePA: Beim für Januar 2021 geplanten Start der elektronischen Patientenakte (ePA) 1.1 wollen Betriebsärzte Einsicht in und damit Anschluss an das digitalisierte Gesundheitswesen. In einem Referentenentwurf der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) heißt es, dass Betriebsärzte nicht nur an die telematische Infrastruktur des Gesundheitswesens (TI) angeschlossen werden müssten, sondern auch der Kostenaufwand dafür erstattet werden solle. Ohne Einsicht in die ePA könnten die Ärzte keine individuellen und betrieblichen Präventionsmaßnahmen ergreifen. Die Forderung bringt das noch immer umstrittene Thema Datenschutz bei der ersten ePA-Version erneut auf den Tisch.
ehealth.eletsonline.com Großbritannien startet voraussichtlich kommende Woche mit Corona-Massenimpfungen: Das Vereinigte Königreich wird wohl schon in der kommenden Woche mit den ersten Massenimpfungen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus starten. Die britische Regierung genehmigte als erstes Land den Einsatz des von Pfizer und Biontech entwickelten Impfstoffes. In den nächsten Tagen sollen die ersten 800.000 Impfdosen in Großbritannien ankommen.
qt.com.au WHO für E-Impfzertifikate bei internationalen Flugreisen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich für die Verwendung von „E-Impfzertifikaten“ im internationalen Flugverkehr ausgesprochen. Eine solche Lösung sei einer der vielversprechendsten Mittel, um die globale Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dennoch unterstütze man nicht die von einigen Ländern geforderten „Immunpässe“ bei Reisen und Großveranstaltungen, teilte WHO-Medizinexperte Dr. Siddharta Sankar Datta auf einem virtuellen Treffen in Kopenhagen mit.
spiegel.de Time Magazin ehrt 15-jährige Erfinderin und Forscherin: Das renommierte Time-Magazin hat die erst 15-jährige Entwicklerin und Forscherin Gitanjali Rao zum „Kind des Jahres 2020“ ernannt. Die aus Colorado stammende Rao entwickelte unter anderem ein Gerät, dass vor Blei in Trinkwasser warnt und eine App, die Cybermobbing im Internet erkennen kann und so einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit insbesondere Heranwachsender leistet.
computerwelt.at Connected-Health-Konzepte unverzichtbar für moderne Gesundheitssysteme: Die Corona-Pandemie wirkte auch im Gesundheitsbereich als Treiber digitaler Innovationen. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass es nur auf der Grundlage vernetzter Gesundheitskonzepte gelingen wird, den Sektor bereit für die Zukunft zu machen. Schließlich bietet die effektive Vernetzung von Ärztinnen und Ärzten mit Daten, von Patientinnen und Patienten mit Gesundheitsdienstleistern und von Praxen mit Netzwerken die Möglichkeit, neue Kapazitäten und Erkenntnisse bei gleichzeitig sinkenden Kosten und Ressourcen zu generieren.
pfefferminzia.de Neue Generali-App will Vitalfunktionen der Nutzer kontrollieren: Der deutsche Arm des italienischen Versicherungskonzerns Generali hat eine neue Gesundheits-App angekündigt. Die App „Generali Vital Signs & Care“ soll dem Nutzer ermöglichen, per Smartphone-Kamera vier Vitalparameter des Körpers in Echtzeit zu messen. Damit soll es möglich sein, die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Atemfrequenz, die Herzfrequenz und die Herzfrequenz-Variablität zu evaluieren. Unterstützung per Fernberatung und Tipps zur Prävention seien weitere Optionen der App. „Generali Vital Signs & Care“ wird voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres zur Verfügung stehen.
genengnews.com KI sagt optimale Arzneimittelkombinationen gegen Krebszellen voraus: Forscher der Universität Aalto, der Universität Helsinki und der Universität Turku in Finnland berichten, dass sie ein maschinelles Lernmodell entwickelt haben, das vorhersagen kann, welche Kombinationen verschiedener Krebsmedikamente verschiedene Arten von Krebszellen töten können. Das neue KI-Modell wurde mit einer großen Menge an Daten aus früheren Studien trainiert, die den Zusammenhang zwischen Medikamenten und Krebszellen untersucht hatten. Das maschinelle Lernkonzept comboFM nutze Informationen aus früheren Experimenten zu ähnlichen Medikamenten und Zellen, um Reaktionen neuer Kombinationen in bisher nicht getesteten Zellen vorherzusagen. Es erreiche trotz dünn besiedelter Datentensoren hochgenaue Vorhersagen, so die Forscher im Fachmagazin Nature Communications.