sueddeutsche.de ePA wird zu Beginn in Berlin und Westfalen getestet: Die ab dem 1. Januar 2021 eingeführte elektronische Patientenakte (ePA) wird zunächst in Praxen in Berlin und Westfalen getestet. Das Gesundheitsministerium gab bekannt, in einer ersten Phase die Vernetzung der E-Akten bei Anbietern in der Hauptstadt und der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe zu starten. In der zweiten Phase ab April kommenden Jahres sollen dann nacheinander alle Ärzte mit der ePA verbunden werden. Bis zum 1. Januar 2022 sollen dann auch alle Kliniken landesweit an die Struktur angeschlossen sein.
reuters.com US-Behörde genehmigt Notfallzulassung für Corona-Impfstoff: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer zugelassen. Damit können ab Montag die ersten Impfungen beginnen, die für jeden US-Bürger kostenlos sein werden, teilte Präsident Donald Trump am Freitag mit. Zudem wird in der nächsten Woche die Überprüfung des Impfstoffes von Moderna Inc. erwartet. Vor dem Wochenende meldeten die Vereinigten Staaten fast 300.000 Corona-Infizierte.
euronews.com Experten gespalten bei der Beurteilung von Impfstoffpässen in Europa: In vielen europäischen Ländern hat die Aussicht auf baldige Corona-Massenimpfungen die Debatte über verpflichtende Impfpässe befeuert. Damit sollen unter anderem Massenveranstaltungen und grenzüberschreitende Reisen sicherer gemacht werden, so die Hoffnung der Befürworter. Gegner befürchten Einschränkungen der Grundrechte. Die WHO spricht sich öffentlich gegen verpflichtende Impfpässe aus, schloss aber bereits im Oktober mit Estland ein Abkommen über die Entwicklung einer digitalen Impfbescheinigung ab. Auch mehrere private Flugkonzerne denken über verpflichtende Impfpässe auf ihren Reisen nach.
vdi-nachrichten.com Forschungsprojekt über Gesundheitsförderung in digitaler Arbeitswelt geht in Verlängerung: Das Forschungsprojekt „Maßnahmen und Empfehlungen für die gesunde Arbeit von morgen“ (MEgA) von Heidelberger Arbeits- und Organisationspsychologen geht in die Verlängerung. Seit 2015 untersuchen die Forscher in diesem Rahmen, wie eine präventionsorientierte Personalentwicklung und Gesundheitsförderung in der digitalen Arbeitswelt aussehen sollte. Nun wird das Projekt in einer zweiten Phase fortgeführt, die Auswirkungen der Digitalisierung von Dienstleistungen auf die Arbeitsorganisation, Kommunikation und die psychische Beanspruchung der Beschäftigten untersuchen wird.
pharmazeutische-zeitung.de Gesundheitsministerium gegen verpflichtende Treuhandkonten für Apotheken: Das Gesundheitsministerium (BGM) reagiert zurückhaltend auf aufkommende Forderungen, verpflichtende Treuhandkonten für Apotheken einzuführen. Hintergrund der Forderungen ist die Pleite des Abrechners AvP, in deren Zuge viele Apotheken in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, weil Gelder nicht auf Treuhandkonten hinterlegt waren und somit immer noch 3.000 Apotheken auf eine Auszahlung warten. Für die Einführung von Treuhandkonten, mit denen Gelder im Insolvenzfall vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden könnten, hatte sich die FDP strak gemacht. Das BGM verweist hingegen auf Pläne, durch die Einführung des elektronischen Rezepts im Jahr 2022 solche Probleme zu erleichtern.
heise.de Digitalisierung und Monopolbildung – eine Bedrohung für die traditionelle Apotheke?: Schon jetzt ist die Digitalisierung in der Apothekenbranche hierzulande weit fortgeschritten. Die geplante Einführung des elektronischen Rezeptes ab 2022 dürfte diesen Trend noch einmal deutlich beschleunigen. Profiteure der Digitalisierung und wegfallenden regulatorischen Beschränkungen sind vor allem Online-Apotheken. In den USA drängt zudem der Apotheken-Ableger von Amazon, Amazon Pharmacy, auf den Markt und verschärft die Konkurrenz weiter. In Deutschland ist dies nach gegenwärtiger Gesetzeslage noch nicht erlaubt.