Health Headlines am Freitag, 08. Januar 2020

forbes.com Studie: Desinformation über HPV-Impfstoff geht auf Facebook viral: In den vergangenen Jahren haben in den USA Bedenken gegen und Gerüchte über HPV-Impfstoff rasant zugenommen. Der Impfstoff soll Genitalwarzen, Gebärmutterhals-, Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebs sowie Kopf- und Halskrebs verhindern und wird für 9- bis 16-Jährige empfohlen. Aufgrund grassierender Falschinformationen, der Impfstoff würde ein Risiko für die sexuelle Promiskuität, dauerhafte Verletzungen oder das Infizieren mit anderen Virusinfektionen darstellen, sinkt die Zahl der Heranwachsenden in den Vereinigten Staaten, die gegen HPV geimpft werden, auf mittlerweile unter 40 Prozent. Eine Studie von Dr. Monique Luisi, Assistenzprofessorin für strategische Kommunikation an der Missouri School of Journalism, belegte nun den enormen Einfluss falscher impfkritischer Beiträge auf Facebook mit dem zunehmenden gesamtgesellschaftlichen Misstrauen gegen die Schutzimpfung.

mobihealthnews.com Mind Cure veröffentlicht digitale Therapeutik für psychische Gesundheit: Das kanadische Gesundheitsunternehmen Mind Cure hat die Veröffentlichung einer digitalen Plattform namens iSTRYM bekannt gegeben, mit deren Hilfe Fortschritte im Bereich psychische Gesundheit und psychedelische Forschung möglich sein soll. Die App iSTRYM biete Echtzeitdaten zur Patientenversorgung, Verfahren und Protokolle und soll so dazu beitragen, Lücken zwischen Patienten, Klinikern und Forschern zu schließen. Dafür sammelt das Tool Datenwie Wetter, Standort, Stimmung oder Herzfrequenz und generiert mittels Künstlicher Intelligenz zusätzliche Patientendaten für Ärzte, um Diagnosen, Behandlungen und personalisierten Pflegeerfahrungen zu unterstützen.

aerzteblatt.de AOK Bayern spricht sich erneut für bundesweite Betrugsdatenbank im Gesundheits­we­sen aus: Die AOK Bayern erneuert ihr Plädoyer für die Einführung einer zentralen bundesweiten Betrugsdatenbank zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen. Laut Dominik Schirmer, Beauf­tragter zur Bekämpfung von Fehlverhalten bei der AOK Bayern, sei es Patienten derzeit zu einfach möglich, in anderen Bundesländern eine neue Zulassung für einen Pflege­dienst zu beantragen, wenn der Antrag in einem Land abgelehnt wurde. Ein solches Fehlverhalten schade den Krankenkassen nicht nur finanziell, sondern könne auch Gesundheitsgefährdungen bei Patienten nach sich ziehen. Laut AOK Bayern habe man in den vergangenen beiden Jahren täglich durchschnittlich acht neue Betrugsverdachtsfälle im Gesundheitswesen zu verzeichnen gehabt.

mdr.de Cyberangriff auf Thüringer Impfportal bestätigt: Auf das Thüringer Corona-Impfportal impfen-thueringen.de ist eine Cyberattacke verübt worden. Das bestätigte das Gesundheitsministerium des Landes am Donnerstag. Bei dem Angriff seien gezielt 160.000 Anfragen an das Portal gestellt worden, um die Server zu überlasten. Dies hatte ernsthafte Konsequenzen für mehrere Hundert Menschen, die seit dem 30. Dezember vergangenen Jahres einen Impftermin gegen das Coronavirus erhalten wollten. So erhielten viele keine Bestätigungsmail für einen Impftermin, woraufhin dieser verfallen sei. Das Serverproblem sei am Mittwoch behoben worden, so das Ministerium.

aerztezeitung.de Gedämpftes Interesse an ePA durch Corona?: Seit dem Jahreswechsel sind Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten. Die Einführung wurde zwar von einer umfangreichen medialen Berichterstattung begleitet, einer Umfrage der Ärztezeitung bei den Kassen zufolge stößt sie bislang jedoch auf durchwachsenes Interesse in der Bevölkerung. So verweist Barmer-Pressesprecher Thorsten Jakob zwar auf eine Zahl im „höheren dreistelligen Bereich“ bei den Installation der hauseigenen eCare-ePA, vermutet aber einen dämpfenden Einfluss der Corona-Pandemie auf die Nachfrage der Versicherten.

juedische-allgemeine.de Israelisches Hightech-Unternehmen will Ärzte mit KI „smarter“ machen: Laut einer Untersuchung der Johns Hopkins University sterben ca. 250.000 Menschen allein in den USA jedes Jahr aufgrund von Fehldiagnosen, Ärztepfusch oder falsch verschriebenen Medikamenten. Das israelische Hightech-Unternehmen MedAware will dagegen mittels Künstlicher Intelligenz vorgehen. Dafür hat man rund 1,7 Millionen vom Sheba Medical Center, Israels größtem Krankenhaus, ausgestellte Rezepte untersucht und konnte nach eigenen Angaben 3.700 davon als nachweislich falsch identifizieren. MedAware will die eigene KI damit darauf trainieren, Ärzten zukünftig bei der Diagnose beratend zur Seite zu stehen und Empfehlungen auszusprechen.

mixed.de Amazons Alexa mit neuem Feature zur Schlafdiagnose?: Berichten zufolge arbeitet der Internetgigant Amazon an einem neuen Alexa-Gerät, welches bei der Schlafkontrolle zum Einsatz kommen soll. Mit dem Tool mit dem Arbeitstitel „Brahms“ können Nutzer den eigenen Schlafrhytmus erfassen. Damit würde Amazon sein Engagement im Gesundheitsbereich weiter ausbauen.

idowa.de Shop Apotheke übernimmt Smartpatient: Die börsennotierte Online-Apothekengruppe Shop Apothekengruppe hat die Übernahme des Münchener Unternehmens Smartpatient bekannt gegeben. Damit will der Arzneimittelhändler mit Sitz in den Niederlanden nach eigenen Angaben seine Kompetenzen im Bereich digitaler Gesundheitsdienste vorantreiben. Smartpatient habe sich zu einem der führenden Anbieter digitaler Gesundheitsdienste entwickelt. Die Übernahme sei für Shop Apotheke besonders vor dem Hintergrund der in Deutschland geplanten Einführung des elektronischen Rezepts Mitte 2021 attraktiv.

fr.de Nebenwirkungen bei Corona-Impfungen können online gemeldet werden: Mit der EU-weiten Zulassung der Impfstoffe von Biontech und Moderna nimmt auch in Deutschland das Impfprogramm gegen das Corona-Virus Fahrt auf. Wie das Robert Koch-Institut betont, können dabei Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden, auch wenn diese in den allermeisten Fällen bislang harmloser Natur sind. Um Langzeit-Daten zum Thema Nebenwirkungen zu generieren, setzt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) neben Meldungen von Herstellern, Ärzten und Apotheken auch auf die Mithilfe der bereits geimpften Bürger. Diese können über die Smartphone-App „SafeVac App 2.0“ dem PEI eigene unerwünschte Impfreaktionen digital mitteilen. Auch auf der Seite nebenwirkungen.bund.de können Nebenwirkungen gemeldet werden.

timeslive.co.za Aspen kann ab März Produktion von Johnson & Johnson Covid-19-Impfstoffen in Südafrika starten: Das südafrikanische Pharmaunternehmen Aspen hat mitgeteilt, ab Ende März mit der Produktion von Johnson & Johnson Covid-19-Impfstoffen beginnen zu können. Voraussetzung sei, das alle Zulassungen vorliegen. Man besitze die Kapazität, bis zu 300 Millionen Dosen Covid-Impfstoff herzustellen, so Stavros Nicolaou, Group Senior Executive für strategischen Handel bei Aspen. der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist derzeit in der letzten Phase seiner klinischen Studien und wird voraussichtlich bis Ende Januar Resultate vermelden können.