Health Headlines am Sonntag, 10. Januar 2021

kma-online.de Helios auf Digitalisierungskurs: Die Helios-Gruppe möchte die Digitalisierung des Unternehmens vorantreiben. Aus diesem Grund hat sie sich für das Jahr 2022 Digitalisiserungsziele gesetzt. Laut dem Geschäftsführer der Helios IT, Dirk Herzberger, sei in den vergangenen Jahren intensiv an der Digitalisierung der klinischen Prozesse gearbeitet worden. Bereits heute seien an den meisten Arbeitsplätzen digitale Patientenakten vorhanden. Künftig sollen darin beispielsweise noch mehr medizinische Daten als bisher hinterlegt sein. Aber auch der Medikationsprozess soll in Zukunft vollständig elektronisch stattfinden, was die medizinische Qualität steigern könnte.

aerzteblatt.de Künstliche Intelligenz soll für bessere Verteilung von Blutkonserven sorgen: Forscher des Universitätsklinikums Essen und der Fachhochschule Dortmund möchten mit Künstlicher Intelligenz (KI) dazu beitragen, dass Blutkonserven in Deutschland besser auf die Kliniken verteilt und so seltener weggeworfen werden. Momentan müssen täglich bis 800 Konserven entsorgt werden, da sie nicht rechtzeitig genutzt wurden. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts „AutoPiLoT“ sollen unter anderem historische Daten ausgewertet werden, um Vorhersagen zur von den einzelnen Kliniken benötigten Blutmenge treffen zu können. Außerdem sollen potentielle Spender über eine App erfahren können, wo momentan die Nachfrage an welcher Blutgruppe wie hoch ist.

finanzen.net Merck ruft Digitalethik-Gremium ins Leben: Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat das „Merck Digital Ethics Advisory Panel“, ein internes Digitalethik-Gremium ins Leben gerufen. Ziel sei, die verschiedenen Unternehmensbereiche hinsichtlich ethischer Fragestellungen im Zusammenhang mit digitalen Geschäftsmodellen – zum Beispiel im Zusammenhang mit der Nutzung von Daten, Algorithmen und neuen Technologien – zu beraten und Handlungsempfehlungen auszusprechen.

srf.ch Sexualaufklärung für Menschen mit Behinderung: Die Schweizer App „Klar und Deutlich“ der Aargauer Behindertenstiftung Schürmatt soll Informationen zu Sexualität und Aufklärung in leichter Sprache zur Verfügung stellen. Da es bisher im deutschsprachigen Raum kein gutes Angebot hierfür gab, entwickelte die Stiftung in den vergangenen drei Jahren die App, die mit Bildern, Illustrationen und leichter Sprache einen niedrigschwelligen Zugang zu den wichtigen Themen liefert. Zudem können sich Nutzerinnen und Nutzer alle Informationen auch vorlesen lassen.

stimme.de Telemedizin lässt Ärzte ruhiger schlafen: Neue Technologien und telemedizinische Angebote erleichtern Medizinerinnen und Medizinern die Arbeit, indem sie sich in vielen Fällen schnell mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen können, beispielsweise um ein Konsil einzuholen. Die baden-württembergische Regionale Kliniken Holding RKH GmbH arbeitet an einer sektorenübergreifenden Telemedizin-Plattform, die Kliniken, niedergelassene Ärzte, Reha-Kliniken und Pflegeheime besser vernetzen soll. Durch die stärkere Vernetzung wird eine fundierte, fachgerechte Behandlung von Patienten auch in der Fläche erleichtert.

apotheke-adhoc.de Teleclinic: 80 Prozent in die Vor-Ort-Apotheke: Der Telemedizin-Anbieter „Teleclinic“ gehört wohl zu den Gewinnern der Corona-Pandemie: 2020 hatte sich die Zahl der telemedizinischen Behandlungen im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht. Laut Firmen-CEO Katharina Jünger sollen bis 2026 rund 50 Millionen Behandlungen digital erfolgen. Lauch das Geschäft der Vor-Ort-Apotheken soll davon profitieren. Seit die Zur-Rose-Tochter Teleclinic im Oktober ein eigenes Portal zur Anbindung dieser geschaffen hat, lösten laut Angaben des Unternehmens rund 80 Prozent der Patientinnen und Patienten ihre Rezepte in den Apotheken vor Ort ein.

globalnews.ca Ransomware-Attacke auf eHealth-Portal der kanadischen Provinz Saskatchewan: Ein bereits Ende 2019 geschehener Hackerangriff auf das staatliche Portal „eHealth Saskatchewan“ gilt als eine der größten Datenschutzverletzungen Kanadas: Die Cyberkriminellen konnten mehr als 500.000 Dateien mit sensiblen Daten erbeuten, wie aus einer nun erfolgten Auswertung der zuständigen Behörde hervorgeht. Da die Daten jedoch verschlüsselt waren, ist nun nicht mehr zu rekonstruieren, welche persönlichen Daten genau gestohlen wurden. Klar ist aber, dass auch verschlüsselte Gesundheitsdaten erbeutet wurden. Auslöser der Attacke war ein Mitarbeiter der Behörde, der an seinem Arbeitsrechner eine Word-Datei von einem privaten USB-Stick öffnete.