aerztezeitung.de Verfassungsgericht weist Beschwerden gegen ePA-Datenauswertung ab: Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland dürfen im Zusammenhang mit der elektronischen Patientenakte (ePA) erhobene Daten auswerten, solange der jeweilige Versicherte dem Prozedere nicht ausdrücklich widerspricht. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe festgestellt und somit zwei Klagen gegen die Auswertung der ePA-Daten abgewiesen. Krankenkassen nutzen die Kerninformationen eigener Kunden z.B. zum Erstellen individueller Angebote für Mitglieder oder zur Entwicklung eigener Versorgungsformen – allerdings pseudonymisiert und weitestmöglich anonymisiert. Alle Informationen, die über die Kerndaten wie Name, Anschrift und Versichertennummer hinausgehen sind für Versicherte freiwillig und können durch nicht erteilte Einwilligung zur Nutzung der ePA vermieden werden, so die Richter.
pnn.de Neues Warn-App-Feature mit Kennzahlen zur Corona-Lage: Das aktuelle Update 1.11 der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes zeigt nun einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland. Das gab eine Sprecherin des Softwarekonzerns SAP an, der maßgeblich an der Entwicklung der App beteiligt ist. Noch in dieser Woche sollen Nutzer so Informationen zur Entwicklung der Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und dem Sieben-Tage-R-Wert erhalten. Zudem könne gesehen werden, wie viele Nutzer ihr Testergebnis teilen würden. Die mangelnde Bereitschaft dazu ist einer der größten Kritikpunkte an Sinn und Nutzen der App im Kampf gegen das Virus.
handelsblatt.com Stiftung Warentest prüft kostenlose Arzneimittel-Helferapps: Immer mehr Apps versprechen kostenlose und sogar werbefreie Hilfe beim richtigen und pünktlichen Einnahme von verschriebenen Medikamenten. Doch ein Test der Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „test“ stellt den meisten von ihnen ein durchwachsenes Zeugnis aus. Von zehn Apps, die die für die Betriebssysteme Android von Google und iOS von Apple verfügbar sind, wurden nur drei für „gut“ befunden: Mediteo, Vimedi und Callmyapo. Alle drei hätten sich bei der Kernaufgabe, der Unterstützung zur korrekten Einnahme von Medikamenten, bewährt, heißt es im Test.
sueddeutsche.de E-Rezept beschleunigt Apothekensterben: Immer mehr Apotheken müssen in Rheinland-Pfalz dichtmachen. In den vergangenen zehn Jahren hätte jede sechste Apotheke im Bundesland schließen müssen, sagte der Apothekerverband Rheinland-Pfalz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Es handele sich um einen seit fünfzehn Jahren anhaltenden kontinuierlichen Rückgang, teilte der Sprecher des Landesverbandes, Frank Eickmann, mit. Allein im letzten Jahr seien weitere 34 Apotheken verschwunden. Januar 2022 geplante Einführung von elektronischen Rezepten dürfte seiner Einschätzung nach das Sterben der Vor-Ort-Apotheken noch beschleunigen.
rnd.de Phoenix und Noventi gründen gemeinsame Gesundheitsplattform gesund.de: Die deutsche Pharma- und Medizinbranche reagiert auf die drohende Konkurrenz der Online-Giganten Amazon, der mit dem Programm „Amazon Pharmacy“ die Eroberung des digitalen Gesundheitsmarktes in den USA in Angriff nimmt. Nun haben die Unternehmen Noventi und Phoenix ein Joint Venture gegründet, um eine eigene Gesundheitsplattform für den deutschen Markt auf die Beine zu stellen. Wie die Konzerne bekannt gaben, soll das Onlineportal „Gesund.de“ bereits im zweiten Quartal 2021 als Website und App an den Start gehen. „Gesund.de“ soll verschiedene Gesundheitsdienstleister vernetzen und umfangreiche Möglichkeiten online bieten, etwa das Bestellen von Medikamenten, die Terminvereinbarung beim Arzt oder das Speichern von Befunden oder Rechnungen.
forbes.com Post-Corona Welt braucht Embedded Health Embedded Financial Services, also Bankprodukte und -Services, die im Frontend von Nicht-Banken wie Payment- und Finance-Firmen oder anderen Finanzinstituten angeboten werden, sind seit längerer Zeit auf dem Vormarsch – weltweit und in Deutschland. Der Finanzberater David G.W.Birch denkt im Wirtschaftsmagazin Forbes nun über solche Modelle im Gesundheits-Sektor nach. Gerade für den Umgang mit Pandemien wie Covid-19 bestünde ein offenkundiger Vorteil darin, die eigene Impfbilanz, ein Flugticket oder ein negatives Testergebnis zusammen mit einem Ausweis zu zeigen, um so den Zugang zu Veranstaltungen zu erlangen. Ihm zufolge könnte das Virus einen Quantensprung für die Welt der digitalen Identität bedeuten. Erste Schritte hin zu „Embedded Health“ seien bereits weltweit zu beobachten.
kma-online.de Gematik entwickelt TI 2.0: Die für die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und ihrer Infrastruktur in Deutschland verantwortliche Gematik hat sich die Schaffung einer Arena für digitale Medizin zum Ziel gesetzt. Möglich machen soll das die Entwicklung einer modernen Telematikinfrastruktur (TI). Die TI 2.0 soll nach dem Willen der Entwickler Nutzerzentriertheit, Interoperabilität und einen sicheren Betrieb garantieren. Eine einheitliche TI soll die weiterverbreiteten Insellösungen der medizinischen Versorgung der Vergangenheit angehören lassen. Dafür veröffentlichte die Gematik nun ein Ideenpapier für sechs Säulen der TI 2.0-Architektur.
mobileworldlive.com Sanofi und Orange wollen digitales Gesundheits-Ökosystem für Europa gründen: Zusammen mit weiteren Partnern wie dem Beratungsdienstleister Capgemini und der Versicherungsgesellschaft Generali wollen das Pharmaunternehmen Sanofi und das französische Telekommunikationsunternehmen Orange ein Gemeinschaftsunternehmen für europaweite digitale Gesundheitsdienstleistungen gründen. Zunächst soll das Projekt mit einer Anfangsinvestition in Höhe von 24 Millionen Euro angekurbelt werden. Die Partnerfirmen wollen damit Technologien, ihr Fachwissen und Daten mit etwa hundert Start-ups teilen um so für digitale Fortschritte im europäischen Gesundheitsbereich zu sorgen.
boerse-online.de Shop Apotheke-Chef Feltens sieht „Luft nach oben“: Der CEO der Online-Versandapotheke Shop Apotheke Stefan Feltes hat trotz eines Aktiensprunges im MDAX um 240 Prozent im vergangenen Jahr eine durchwachsene Bilanz des bisherigen Deutschland-Geschäftes gezogen. Mit über 200 Millionen Euro Umsatz 2020 habe die Versandapotheke mit Hauptsitz in den Niederlanden noch „enorm viel Luft nach oben“, so Felter gegenüber dem Portal „Börse-Online“. Besonders im Bereich verschreibungspflichtiger digitaler Rezepte sei man mit bloß einem Prozent Onlineanteil nicht gut aufgestellt. Hoffnungen setzt Felter auf die für 2022 geplante Einführung des E-Rezeptes.
sunderlandecho.com Von Netflix inspirierte Mental Health-App hilft im Lockdown: Die vom britischen Gesundheitsunternehmen Washington Mind entwickelte App #Reasons2 will junge Menschen unterstützen, die im Lockdown allein mit ihren psychischen Problemen gelassen werden. Auf der Plattform können sie Fotos für andere hochladen und auf einen „Erste-Hilfe-Kasten für psychische Gesundheit“ zugreifen, der die Telefonnummern von Hilfsdiensten aufgelistet hat. Inspiriert wurden die Entwickler nach eigenen Angaben von der Netflix-Serie „13 Reasons Why“ (deutsch: Tote Mädchen lügen nicht), ie die Nachwirkungen eines jungen Menschen untersucht, der Suizid begeht.