aerzteblatt.de Deutsch-dänisches Projekt zur altersbedingten Makuladegeneration angelaufen: Ärzte aus Deutschland und Dänemark erproben aktuell, wie eine App Betroffenen der Augenkrankheit „Altersbedingte Makuladegeneration“ (AMD) helfen könnte. Im Rahmen des mit rund 2,8 Millionen Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützten Projekts „NorDigHealth“, an dem das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Lübeck und zwei dänische Universitätskliniken – Roskilde und Køge – teilnehmen, soll eine App entwickelt werden, die AMD-Patientinnen und Patienten eine schneller Diagnose ermöglichen könnte. Außer bei der digitalen Früherkennung könnte die App zudem dabei helfen, die Behandlung besser zu individualisieren. Aktuell befindet sich die App noch in der Testphase. Sie könnte bereits Ende dieses Jahres auf den Markt kommen.
spiegel.de Corona-Warn-App zeigt jetzt Infektionszahlen an: Mit dem Update auf Version 1.11.0 stellt die Corona-Warn-App der Bundesregierung wichtige Kennzahlen zum Thema täglich aktuell zur Verfügung. Das Update, das am Freitag zunächst iOS-Nutzerinnen und Nutzern stand, seit dem Wochenende aber auch jenen mit einem Android-Smartphone zur Verfügung steht, ist es möglich, die aktuellen bundesweiten Neuinfektionszahlen sowie die Sieben-Tage-Inzidenz und den Sieben-Tage-R-Wert anzusehen. Um die Kennzahlen angezeigt zu bekommen, müssen Userinnen und User auf der Startseite etwas nach unten scrollen.
waz.de Diabetes: Wie die Digitalisierung Betroffenen helfen kann: Rund acht Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes. Die Entwicklung von Sensoren und zugehörigen Apps zum digitalen Blutzuckermessen schreitet indes weiter voran. Die Größe der Sensoren verringere sich immer mehr, wie Julia Szendrödi vom Deutschen Diabetes-Zentrum erklärt. Zudem gibt es bereits neuartige Systeme, die Diabetiker mit Künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur beim Messen des Blutzuckerspiegels unterstützen, sondern beispielsweise direkt mit der Insulinpumpe kommunizieren und „lernen“, wann der oder die Betroffene wie viel Insulin benötigt. Künftig könnte es sogar möglich sein, beispielsweise vor dem Essen ein Foto der Mahlzeit aufzunehmen, anhand dessen die KI-gestützte Insulinpumpe bestimmen kann, ob und wie viel Insulin zugeführt werden muss.
demo-online.de Ersatzkassen wollen Krankenhaus-System reformieren: Während viele Kliniken während der Corona-Pandemie durch Verschiebung von planbaren Operationen, Mehraufwand in Sachen Hygiene und Personal und die Behandlung von Corona-Infizierten in wirtschaftliche Schieflache geraten sind, plädiert der Verband der Ersatzkassen für eine Reformierung des Krankenhaus-Systems nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Die Forderung: Ein Bund-Länder-Pakt, der sich auf Spezialisierungsprozesse fokussiere, aber auch die Potenziale der Digitalisierung – insbesondere im Hinblick auf die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich – entsprechend nutzt: Indem der Landbevölkerung verstärkt digitale Angebote zur Verfügung stellt und zugleich die Krankenhäuser zu Orten der ambulant-stationären Basisversorgung umstrukturiert. Der designierte Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, plädiert indes für eine „aktive Krankenhausplanung“ der Bundesländer mit dem Ziel einer sektorenübergreifenden Versorgung und der Beendigung des momentan vorherrschenden „kalten Strukturwandels“, also der Verringerung von Klinikzahlen und -kapazitäten durch Wettbewerbsdruck.
mobihealthnews.com Digital Health und Opiodmissbrauch: In einem Gastbeitrag diskutieren Alexandra Mullin und Ian Chiang vom HealthTech und Venture Capital Experten Flare Capital, wie die Corona-Pandemie den Anstieg des Opiodmissbrauchs beeinflusst und wie sich der E-Health-Markt in diesem Bereich verändern könnte. Die Pandemie hat zu einem Anstieg von telemedizinischen Angeboten geführt. Zugleich verstärkt die Pandemie oft auch Fälle von Schmerzmittelmissbrauch: Geldprobleme, soziale Isolation und der verringerte Zugang zu persönlichen Hilfsdiensten erhöhen den Leidensdruck Betroffener. Da durch die Pandemie also verschiedene Faktoren zusammentreffen und sowohl Behandelnde als auch Patientinnen und Patienten digitale Angebote sehr gut annehmen, könnte momentan eine Investition im Bereich Digital Health/Hilfe bei Schmerzmittelmissbrauch lohnend sein.