Health-Headlines am Freitag, 30. Oktober 2020

pharmazeutische-zeitung.de Fortbildung für digitale Kompetenzen der Apotheker Die Bundesapothekerkammer sieht eine strukturierte Fortbildung für die digitalen Kompetenzen vor, die die Apotheker jetzt aber auch in den kommenden Jahren brauchen werden. Die Informationstechnologie (IT) habe sich in den letzten Jahren und werde die Arbeit im Gesundheitswesen maßgeblich verändern, erklärt die BAK. Neben pharmazeutischen Kompetenzen geht es zusätzlich es um die digitalen Prozesse in der Betriebsführung und Beratung.

aerztezeitung.de Enquete-Kommission stellt KI-Abschlussbericht vor Die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ übergab am Mittwoch Abend dem Bundestag ihren Abschlussbericht. Sie appelliert an alle Akteure in der deutschen Gesundheitsbranche zusammenzuarbeiten, um das Potenzial der KI sinnvoll einzusetzen und weiterzuentwickeln.

fortune.com KI und Roboter für neue Medikamente Das E-Health-Start-Up LabGenius kombiniert Fortschritte in der Roboterchemie und künstlicher Intelligenz. Das Programm ermöglicht es den Forschern systematisch Milliarden potenzieller Proteindesigns zu durchsuchen und diejenigen schnell zu testen, denen eine hohe Leistungsfähigkeit vorausgesagt wird. Ziel ist es mit der Entwicklung neuer Medikamente die verbundene Zeit, Kosten und Risiken zu reduzieren. LabGenius hat nun Finanzierung in Höhe von 15 Millionen US-Dollar.

forbes.com University of Miami testet Covid-19 Atemanalysator Die Universität von Miami startet Studie, bei der das Coronavirus in der Atemluft nachgewiesen werden soll. Dafür wendet sie die vom Start-Up TeraGroup entwickelte Technologie, mit der die Atemluft in weniger als einer Minute auf Coronaviren untersucht werden kann. Die Testperson pustet hierfür in ein kleines, geschlossenes Röhrchen. Der Atem enthält aerosolierte Partikel, die aus Speichel, Schleim und möglicherweise Coronavirus bestehen. Das Röhrchen wird dann an ein „Geruchslesegerät“ angeschlossen, das innerhalb von 30 Sekunden Covid-19 nachweisen kann.

industry-of-things.de Mit Augmented-Reality-Brillen  weniger allein Gerade mit den neuen Kontaktbeschränkungen fühlen sich vor allem ältere Menschen oft sehr einsam. Dem wollen Forscher des Thüringer Zentrums für Lernende Systeme und Robotik und der der TU Ilmenau entgegensteuern und den Kontakt zur Familie mittels Augmented-Reality-Brillen erleichtern und technische Lösungen finden, um nicht anwesende Personen realistisch in die eigene häusliche Umgebung einzubinden. Ziel ist es einen realistischeren Kontakt herzustellen, als es bisher über Telefon möglich ist.

aerztezeitung.de Schlaganfallversorgung per Telemedizin In einem Telekonsil können die wichtigsten Informationen ausgetauscht und erste Behandlungsentscheidungen getroffen werden. Bereits 200 Kliniken in Deutschland nutzen das Telekonsil für die Versorgung Schlaganfall-Patienten. Für Dr. Christoph Gumbinger, Sprecher der Kommission „Telemedizinsche Schlaganfallversorgung“ der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Leiter der Stroke-Unit an der Universität Heidelberg, lohnt sich die Teleneurologie gerade bei Schlaganfall-Fällen lohnt.

gruenderszene.de Arzt-Rezepte für digitale Gesundheitsanwendungen Das neue Projekt des Juristen und „eHealth-Disruptor“ Can Ansay will Patienten den Zugang zu digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) erleichtern. Hierfür füllt der Patient einen Online-Fragebogen aus und erhält dann vom Tele-Arzt die Verschreibung als PDF-Datei. Die Verordnung einer DiGA ist grundsätzlich nur durch betreuenden Arzt möglich. Doch durch einer Rechtslücke im Sozialgesetzbuch ist dies möglich. Dort bleibt es offen, ob ein niedergelassener oder ein digitaler Arzt ein Rezept ausstellt. Die AOK Rheinland Hamburg steht dieser Verschreibungspraxis kritisch gegenüber und ließe das Verfahren derzeit rechtlich prüfen.

medtech-zwo.de vierte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen: „Zanadio” – die App zur Gewichtsreduktion Zanadio ist an den Leitlinien klassischer Adipositas-Behandlung angelehnt und bietet Betroffenen eine Kombination aus Coaching, individuellem Ernährungsplan und Empfehlungen für mehr Bewegung im Alltag. Mit der Zulassung der App “zanadio” zur Gewichtsreduktion bei Adipositas, erhalten viele Patientinnen und Patienten in Deutschland nun einen Zugang zu einer Therapie.

kma-online.de Die neuen TI-Anwendungen in der Patientenversorgung Die neuen IT-Anwendungen im Gesundheitswesen sollen die Patientenversorgung verbessern. Neben der freiwilligen elektronischen Patientenakte, stehen Patienten auch der elektronische Medikationsplan (eMP) und das Notfalldaten-Management (NFDM) zur Verfügung. Mit dem (eMP) erhält sowohl der Patient als auch der Arzt eine Übersicht über alle verordneten Medikamente.

aerztezeitung.de KI übertrifft Intensivmediziner bei der Vorhersage eines Nierenversagens Forscher am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) haben nachgewiesen, dass eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Echtzeitvorhersage für akutes Nierenversagen die Vorhersageleistung eines Mediziners toppt. Sie erhoffen sich, Zeichen eines Nierenversagens mittels KI schon vor Auftreten erster Symptome erkennen und damit gezielte Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können.