Health-Headlines am Sonntag, 1. November 2020

aerztezeitung.de Psychotherapeuten fordern mehr Gehör und Mitspracherecht 35 Psychotherapeutenverbände fordern in drei verabschiedeten Resolutionen in Sachen Qualitätssicherung, Patientendaten-Schutzgesetz und PIA-Vergütung mehr Gehör und Mitentscheidungsrecht. Sie fordern zum einen den bürokratischen Aufwand zu minimieren und die Qualitätssicherung an dem unmittelbaren Nutzen für die Versorgung der Patienten zu messen. Sie dürfen dabei nicht den psychotherapeutischen Prozess stören. Ständige Verbesserungen würden unter Aufsicht der Kammern stets angestrebt, sodass das geplante Instrument einer einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung überflüssig sei.

aerzteblatt.de Fitnessarmbänder können Corona-Infektionen vorhersagen Ein Forschungsteam vom Scripps Research Translational Institute in La Jolla/Kalifornien hat eine App entwickelt, die die Daten von Fitness-Armbänder sammelt und Hinweise auf eine Corona-Infektion liefern kann.  Die von den Fitnessarmbändern aufgezeichneten Veränderungen von Herzfrequenz, Schlafdauer und körperlicher Bewegung können Informationen für epidemiologische Untersuchungen liefern und  damit die Anstrengungen des öffentlichen Gesundheitswesens zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus verbessern.

aerzteblatt.de Starttermin für elektronische Krankschreibung könnte verschoben werden Die Kassenärztliche Bundesvereinigung spricht sich für eine Verschiebung des Starttermins der elektronischen Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) aus. Bislang sei noch nicht sichergestellt worden, dass alle Hersteller die erforderlichen Komponenten rechtzeitig bereitstellten, erklärt KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Lieferschwierigkeiten bestünden bei den elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA), notwendige Konnektorupdates müssten von den Herstellern in den Praxen noch eingespielt werden. Für die sichere Übermittlung der AU-Daten benötigten einige Praxen noch den Dienst für Kommunikation in der Medizin (KIM), so Kriedel.

t3n.de Teleclinic bringt Krankschreibung per App Teleclinic, Anbieter von privaten digitalen eRezepten, macht die Krankschreibung von zu Hause möglich. Nach der Registrierung, müssen Fragen zur Art der Erkrankung und den damit verbundenen Symptomen beantwortet werden. Anschließend gibt man den Wunschtermin für das Gespräch mit einem Arzt an. Per Videochat stellt der behandelnde Arzt dann erneut einige Fragen über die Symptome und verschreibt bei Bedarf passende Medikamente. Auf digitalem Wege in der App und kann anschließend die Krankschreibung heruntergeladen und direkt weitergeleitet werden.

medical-tribune.de Möglichkeiten zur digitalen Aufklärung von Arzneimittelrisiken Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) sucht derzeit nach dem idealen digitalen Versandweg von Rote-Hand- und Informationsbriefen. Insbesondere werde diskutiert, wie eine digitale Zustellung zeitgemäßer, günstiger und sicherer gestaltet werden könnte, als der derzeitige Postweg. Nicht nur, dass einige Ärzte die Rote-Hand-Briefe oft zeitverzögert erhielten, die Schreiben würden trotz des auffälligen Symbols als unwichtige Routinesendung fehlinterpretiert, berichtet die Kommission.