Health-Headlines am Sonntag, 08. November 2020

aerzteblatt.de Ärzte können ab sofort elektronischen Heilberufsausweis bestellen: Wie die Bundesärztekammer mitteilte, können Ärzte seit letzter Woche den neuen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) entweder bundes­weit über die Mitgliederportale ihrer Lan­des­ärz­te­kam­mer oder aber über die Bezirksärztekammern bestellen. Mit der eHBA weisen Ärzte ihre Identität nach. Sie ist obligatorisch für die Nutzung von Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, den eArzt­brief, die elektronische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung und das E-Rezept.

unternehmen-heute.de Digitalverbände für zusätzliche Funktionen der Corona-Warn-App: Angesichts der derzeitigen Überlastung der Gesundheitsämter drängen die Digitalverbände Bitkom und BVDW auf neue Funktionen der offiziellen Corona-Warn-App der Bundesregierung. Dabei zeigt man sich offen für einen Vorschlag der Grünen, die Pandemiebekämpfung künftig auf Cluster zu konzentrieren, in denen besonders viele Menschen zusammenkommen. Allerdings gehen den Verbänden die geplanten manuellen Eingriffsmöglichkeiten nicht weit genug. Gegenüber dem Handelsblatt plädierten Sprecher der Digitalverbände für eine Integration der Clusterverfolgung in die Corona-Warn-App.

rnd.de Hirnforscher skeptisch gegenüber digitalem Schulunterricht: Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth hat sich skeptisch gegenüber der Pandemie-bedingten Ersetzung des herkömmlichen durch digitalen Schulunterricht geäußert. Digitale Medien können ihm zufolge den direkten Kontakt zwischen Lehrer und Schüler nicht ersetzen. Lernen sei in großem Maße eine Sache des Vertrauens. Dies könne aber digital nicht entstehen, weil die Wirkung einer Lehrerpersönlichkeit sich vor allem durch Körpersprache und -signale entfalte, so Roth auf der Online-Tagung „Das Ende der Kreidezeit – Digitalisierung als Herausforderung für die Schule der Zukunft“. Statt in Zukunft nur auf digitalen Unterricht zu setzen, sei eine sorgfältig entwickelte Mischung zwischen personenzentriertem und digitalem Unterricht ideal.

rp-online.de Digitale Einreiseanmeldung in Kraft getreten: Seit Sonntag gelten neue Regeln für Einreisende aus Risikogebieten. Nun müssen sich Urlauber aus betreffenden Regionen vor der Grenzüberschreitung digital unter www.einreiseanmeldung.de registrieren und ihre Daten angeben. Das digitale System ersetzt die fehleranfälligen und bearbeitungsintensiven Aussteigekarten in Papierform. Durch die Online-Registrierung werden Gesundheitsämter vor der Einreise Zugriff auf alle Corona-relevanten Informationen bekommen und können so leichter kontrollieren, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht eingehalten wird. Registrierungspflichtig ist jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen in einem Corona-Risikogebiet war.

heise.de Spracherkennung-App soll Corona erkennen: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Augsburg arbeitet die Firma audEERING derzeit an einer App, die Corona-Infektionen möglichst schnell anhand der Sprache erkennen soll. Die Studie läuft seit März. Derzeit werden Aufnahmen von Probanden analysiert, die einen Text mit vielen Vokalen einsprechen. Zudem wertet die App zusätzlich Atemwegsgeräusche aus, um Corona von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. Derzeit liege die Trefferquote bei rund 82 Prozent, allerdings werden neue Probanden gesucht, um die Datenmenge zu vergrößern.

forbes.com Wie neue Technologie die psychische Gesundheit revolutioniert: Bei allen rasanten Entwicklungen im technologischen Bereich in den vergangenen Jahren konnte es mitunter den Anschein erwecken, dass der Aspekt der psychischen Gesundheit in den Hintergrund zu rücken droht. Dabei boomt der Sektor derzeit. Am sichtbarsten wird dies in zahlreichen neuen „Self-care-Apps“. Angaben von Sensortower zufolge wuchs der Umsatz der größten zehn Apps in diesem Bereich im vergangenen Jahr um 195 Millionen US-Dollar. Das geht mit Herausforderungen und Bedenken bezüglich der privaten Datensicherheit einher.