Health-Headlines am Sonntag, 22. November 2020

gruenderszene.de Bald gibt es auch Pflege-Apps auf Rezept: Das Bundesgesundheitsministerium plant ein neues Gesetz, um die Digitalisierung der Gesundheit in Deutschland weiter zu stärken. Das „Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege (DVPMG)“ soll schon Mitte nächsten Jahres in Kraft treten. Das Gesetz sieht unter anderem die Ausweitung der Apps auf Rezept auf den Bereich der Pflege vor. Darunter fallen beispielsweise Apps, die das Sturzrisiko älterer Menschen senken, oder solche, die das Zusammenspiel zwischen Pflegefachkräften und Angehörigen unterstützen.

tagesspiegel.de App prüft Stimme auf Corona: Forscher der Universität Augsburg arbeiten derzeit an einer App, die eine Covid-19-Erkrankung anhand der Stimmfrequenz und weiterer Faktoren erkennen kann. Das Team aus Informatikern und Medizinern arbeitet dafür mit einem Datensatz von Stimmaufnahmen, die unter anderem aus dem chinesischen Wuhan stammen. Die Durchführung des Tests soll nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Auch bei einer geringeren Genauigkeit als bei einem herkömmlichen Corona-Test könnten verdächtige Fälle so besser herausgefiltert werden.

apotheke-adhoc.de Schweiz: Apotheken füttern Corona-Warnapp: Die Schweizer Version der Corona-Warn-App bekommt ein Update, dass es weiteren Gruppen ermöglicht, Zugriff auf das Codeverwaltungssystem zur Erstellung von Covidcodes zu erhalten. Die Codes erhalten App-User mit einem positiven Test-Ergebnis und werden dazu benutzt, Nutzer zu warnen, die einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren. Durch das Update sind nun unter anderem Apotheken und Laboratorien in der Lage, diese Codes zu generieren. Der Schweizer Bundesrat hofft so, „die Abläufe bei der Vergabe der Covidcodes zu beschleunigen, sodass nur wenig Zeit zwischen dem Erhalt des positiven Testergebnisses und der Warnung der anderen Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid App vergeht.“

welt.de Bis zu 1000 Kieler sollen Corona-Warn-Armband testen: Viele Menschen in Deutschland sind wegen veralteten oder nicht vorhandenen Smartphones nicht in der Lage, die Corona-Warn-App zu nutzen. In Kiel wird deshalb nun ein Projekt gestartet, das 1000 Teilnehmer mit Armbändern ausstattet, die den Dienst der App erfüllen. Forscher in Kiel arbeiten schon seit einigen Monaten an dem Armband, das als Ersatz für die App dienen könnte. Der Testlauf, der in ambulanten Pflegediensten sowie in Senioreneinrichtungen stattfindet, wird vom Bundesgesundheitsministerium unterstützt.

dw.com Kampf gegen Corona in Asien: Erfolg dank Datenzugriff: Viele Staaten in Asien haben die Corona-Pandemie zumindest vorläufig im Griff. Länder wie Singapur setzen dafür auf die umfangreiche Auswertung von Daten. Um dort beispielsweise einkaufen gehen zu können, müssen Menschen ihr Handy sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen des Ladens scannen lassen. Die so gesammelten Daten werden im Rahmen des Programms „SafeEntry“ zentral ausgewertet. Die Maßnahmen werden zumindest in Singapur von einem großen Teil der Bevölkerung akzeptiert. So befürworten laut einer Studie 59 Prozent der Befragten die Kontaktverfolgung anhand ihrer Handydaten zur Bekämpfung von COVID-19.

forbes.com Wie eine Meditations-App wächst, obwohl sie normale Wachstumsmethoden ablehnt: InsightTimer zählt zu einer der derzeit beliebtesten Meditations-Apps. Obwohl nur ein Bruchteil der rund 18 Millionen Nutzer der App für Premium-Inhalte zahlen, verbucht das Unternehmen inzwischen schwarze Zahlen. Christopher Plowman, CEO von Insight Timer, legt viel Wert darauf, dass die Nutzer seiner App nicht dazu gedrängt werden, Geld für diese Auszugeben. Diese Taktik scheint bei den Nutzern gut anzukommen. In der Kategorie Gesundheit & Fitness zählt InsightTimer sowohl im App Store als auch bei Google Play durchweg zu den Top Apps.