rnd.de Projekt „Envision“ nutzt erstmals KI bei Behandlung von Corona-Patienten: Besonders bei schweren Krankheitsverläufen mit dem Covid-19-Virus können ein beschleunigter Wissenstransfer, bessere Analysen und optimierte Therapien Leben retten. Intensivärzte aus 13 europäischen Ländern wollen nun im Rahmen des Projektes „Envision“ mit digitaler Hilfe die Behandlung von Covid-19-Patienten verbessern. Dafür werden über eine spezielle Software medizinische Daten wie Atemfrequenz und Atemvolumen, Blutdruck, Sauerstoffsättigung oder Körpertemperatur von bis zu 400 Patienten in Echtzeit überwacht und analysiert. Über KI-Systeme können diese ausgewertet werden und, so die Hoffnung, die Patientenversorgung entscheidend verbessern und die Mitarbeiter der Intensivmedizin entlasten.
aerzteblatt.de Digitalisierungsoffensive kommt nicht bei Gesundheitsämtern an: Seit Monaten werben Mitglieder der Bundesregierung für eine stärkere digitale Unterstützung der Gesundheitsämter, auch und vor allem mit Blick auf die Herausforderungen bei der Bewältigung der Erfassung von Corona-Neuinfektionen. Große Hoffnung wird dabei in die kostenfreie bundeseinheitliche Software Sormas gesetzt. Dem „Ärzteblatt“ zufolge arbeiten bundesweit aber erst 123 von 380 Ämtern mit dem Programm. Ein aktueller Beschluss der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder vom 19. Januar sieht nun vor, Sormas bis Ende Februar in jedem Gesundheitsamt zu installieren.
kma-online.de KfW hilft Krankenhäusern beiInvestitionen in Digitalisierung: Die Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat bekannt gegeben, ab dem 1. Februar deutsche Krankenhäuser bei Investitionen in ihre digitale Infrastruktur zu unterstützen. Im Rahmen des Kreditprogramms „Digitale Infrastruktur“ werde man zinsverbilligte Förderkredite vergeben. Derzeit dient der Investitionskredit der Förderung von Projekten für den Breitbandausbau, nun wird die Hilfe auf Initiative des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS) auf alle Bereiche der Digitalisierung ausgeweitet.
kma-online.de Pilotprojekt testet IT-gestützte Pflegedokumentation in München: Seit Dezember letzten Jahres läuft am Klinikum rechts der Isar in München ein deutschlandweit einzigartiges Pilotprojekt. Die in der Klinik angestellten Pflegekräften bekommen seitdem Unterstützung von der Software „careIT Pro“ des Unternehmens NursIT Institute. Dort werden alle wichtigen patientenbezogenen Werte zusammen mit den eigenen Pflegeleistungen erfasst und von einer KI ausgewertet. Das Pilotprojekt soll dazu dienen, künftig Pflegeleistungen systematisch und umfassend zu dokumentieren und so das am Anschlag arbeitende Pflegepersonal zu entlasten.
news.mit.edu Algorithmus soll Risiko von Krebserkrankung vorhersagen: Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben ihr vor zwei Jahren erstmals präsentiertes maschinelles Lernsystem angepasst, mit dem das Krebsrisiko eines Patienten nur mit dem Mammogramm prognostizierter sein soll. Ursprünglich wurden Mängel bei der Berücksichtigung neuer Patientenpopulationen und die Vernachlässigung ethnischer Minderheiten festgestellt. Der nun weiterentwickelte „Mirai“-Algorithmus soll das Risiko nun gleichwertig über mehrere zukünftige Zeitpunkte hinweg vorhersagen können, indem es klinische Risikofaktoren wie Alter oder Familienanamnese berücksichtige. Die Forscher gaben bekannt, dass ihr Modell fast zweimal mehr zukünftige Krebsdiagnosen treffen könne als der aktuelle klinische Standard, das Tyrer-Cuzick-Modell.
healthcareitnews.com Britisches Techunternehmen vor Einführung eines globalen Gesundheitspasses: Das britische Cyber-Technologieunternehmen VST Enterprises (VSTE) steht nach eigenen Angaben kurz vor der weltweiten Einführung eines digitalen Gesundheitspasses. Der „V-Health Passport“ ist im April vergangenen Jahres für Passagiere und Fluggesellschaften in Großbritannien fertig entwickelt worden soll nun weltweit zum Einsatz kommen. Er verifiziert den Impfstatus Eier reisenden Person sowohl im Hinblick auf Covid-19 als auch andere Infektionskrankheiten. Auf dem Flughafen Newcastle und dem Flughafen Liverpool John Lennon kommt das Programm bereits zum Einsatz.
aerzteblatt.de IT-Verband fordert klare Vorgaben für Umgang mit Gesundheitsdaten: Der Bundesverband Gesundheits-IT (BViTG) hat von der Politik eindeutige Vorgaben hinsichtlich des Umgangs mit der dezentralen Speicherung von Gesundheitsdaten in Clouds. Cloud-Computing-Angebote seien unabdingbar für eine zukunftsgerechte digitalisierte Gesundheitsversorgung, so Geschäftsführer Sebastian Zilch. Deshalb fordert der Verband auch „ein konsequentes politisches Bekenntnis zu Cloud-Lösungen“. Allerdings bedürfe es dafür einen klaren Rechtsrahmen, etwa hinsichtlich einer zu schaffenden länderübergreifenden Datenschutzrichtlinie.
rnd.de EU-Mitglieder einigen sich auf Inhalte eines Corona-Impfpasses: Bei der EU-weiten Eindämmung des Corona-Virus und grassierender Corona-Mutationen setzen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf die Einführung von gegenseitig anerkannten Impfpässen. Am Donnerstag teilte die EU-Kommission mit, sich auf Eckdaten eines solchen Passes geeinigt zu haben. Demnach solle es sowohl eine digitale Variante geben als auch einen klassischen Pass in Papierform. Auf diesen solle es neben Basisinformationen zu den Personalien, dem verwendeten Impfstoff und der verantwortlichen Behörde ein elektronisches Siegel in Form eines QR-Codes oder einer Registrierung geben.
heise.de Samsung startet neue Health Monitor App-Version in Europa: Der südkoreanische Konzern Samsung hat ein Update für seine App Health Monitor im europäischen Raum verkündet. Damit sollen die Smartwatches Galaxy Watch 3 und Galaxy Watch Active 2 in der Lage sein, EKG und Blutdruckmessungen vorzunehmen. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Update verfügbar. Bedingung ist dafür aber zusätzlich der Besitz eines Galaxy-Smartphones von Samsung mit Android-version 7 oder neuer.
thefintechtimes.com Uswitch veröffentlicht Datenkraken-Ranking der Health-Apps: Pünktlich zum Europäischen Datenschutztag am 28. Januar hat die britische Preisvergleich-Website Uswitch 15 Gesundheits-Apps auf den Umfang ihrer Datenerhebungen von Nutzern geprüft. Dabei schnitt die App MyFitnessPal am schlechtesten ab. Sie erhebt die meisten Daten, von Name und Alter bis zu Body Mass Index (BMI) und Fitnessniveau. Nicht viel besser ist Fitbit, der Marktführer auf dem Fitness-App-Markt. Auch die Sport-Tracking-App Straka und die Fruchtbarkeit-App Flo wurden für ihre umfangreichen Datenerhebungen kritisiert.