Health Headlines am Mittwoch, 3. Februar 2021

aerztezeitung.de Smarte Lungen-Apps im Überblick Gesundheits-App bedeutet nicht gleich Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA). Die Deutsche Atemwegsliga und Patientenorganisationen wollen daher einen Überblick über die besten Lungen-Apps schaffen. Dabei werden die Apps nach festgelegten und relevanten Kriterien wie Datenschutz, Zugriffsrechten, Geschäftsbedingungen, den Einsatz von Tracking-/Analyse-Software oder Datensicherheit untersucht. Bisher wurden zehn Apps geprüft und die Ergebnisse auf die eigens entwickelte „Plattform PneumoDigital“ zur Verfügung gestellt.

aerztezeitung.de Excel-Listen und selbstgebastelte Softwares statt nationales System zur Corona-Kontaktnachverfolgung Obwohl sich am 19. Januar Bund und Länder darauf geeinigt hatten, das E-Health-Software zum Management für Maßnahmen zur Epidemiebekämpfung (SORMAS) bis Ende Februar in allen Ämtern installieren zu lassen, hält der Deutsche Landkreitag eine solche Einführung für „weder erstrebenswert, noch derzeit erreichbar“. Der Umstieg würde zu Mehrbelastungen und doppelten Datensätzen führen. Für SPD-Abgeordneten Hilde Mattheis sei das „kleinstaaterische Denken vonseiten des Landkreistages nicht nachvollziehen“. Schwierigkeiten in der Umsetzung dürften keine Entschuldigung dafür sein, neue Technologien abzulehnen.

aerzteblatt.de Klinikärzte offener zur Digitalisierung als Praxisbetreiber Ärzte in Krankenhäusern zeigen sich digitalen Gesundheitsangebote offener, als Ärzte in Praxen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Hartmannbund. Die digitale Kluft entsteht aufgrund der verschiedenen Voraussetzungen, die Klinikärzte und Praxisinhaber begegnen. In Krankenhäuser ist die IT abgesondert, sodass Klinikärzte sich intensiver mit dem Nutzen digitaler Angebote beschäftigen können. Für Praxisärzte sind nicht nur die technischen Voraussetzungen administrativ und kostentechnisch sehr aufwendig, sondern sei ein echter Mehrwert des digitalen Fortschritts für sich und ihre Patienten im Versorgungsalltag selten spürbar.

aerzteblatt.de Bundeswehr will eigene elektronische Patientenakte für Soldaten einführen Die Bundeswehr will eine von der Ge­matik zugelassene, elektronische Patientenakte Bundeswehr (ePABw) für eine fall- und einrichtungs­übergreifende Dokumentation seiner Soldaten zur Verfügung stellen. Dabei soll anders als bei der zivilen ePa die Datenhoheit beim Dienstherrn liegen. Die Bundeswehr plant zudem eine elektronische Gesundheitsakte der Bundeswehr (eGABw) in den kommenden Jahren einzuführen.

forbes.com Novartis will Patienten mit elektronischen Beipackzetteln versorgen Medikamentenschachtel haben meist meterlange Papierbeilagen mit Dosierungsanweisungen und technischen Informationen. Das Schweizer Unternehmen Novartis arbeitet daher an einer pharmazeutischen Blockchain, die Patienten mit elektronischen Beipackzetteln versorgen soll. Die digitalisierte Versionen beinhaltet alle der von den Gesundheitsbehörden gesetzlich vorgeschriebenen Papierbeilagen mit wichtigen medizinischen Informationen. Bei Änderungen könnte man Patienten mittels Blockchain eine sichere Aktualisierung in Echtzeit liefern.

tagesschau.de Videosprechstunden massiv angestiegen In der Corona-Pandemie mussten viele gesundheitliche Probleme digital gelöst werden. Immer mehr Ärzte haben sich daher digital aufgestellt. Viele Behandlungen seien auch per Videosprechstunde behandelbar, dennoch müsse eine gute Mischung aus digitalen und persönlichen Kontakten bestehen. Roland Stahl von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung betont dennoch, dass der persönliche Kontakt zum Patienten der Goldstandard bleibe. Die Videosprechstunde könne nur ein ergänzendes Tool sein.

business-standard.com Gesundheitsplattform MediBuddy erhält Finanzierungsspritze in Höhe von über 40 Millionen Dollar Die indische E-Health-Plattform von MediBuddy ermöglicht Kunden den geräteübergreifenden Zugriff auf die gesamte Bandbreite an Gesundheitsdienstleistungen wie Telekonsultationen, Labortests oder Medikamente. Das Unternehmen schloss nun eine überzeichnete Serie-B-Finanzierungsrunde über 40 Millionen Dollar ab. Die Serie-B brachte neue Investitionen von India Life Sciences Fund III, LLC, TEAMFund LP, JAFCO Asia Fund, FinSight Ventures, ALES Global Japan und Beyond Next Ventures.

n-tv.de Corona-Warn-App: Nur jede zehnte Infektion wird gemeldet Nur jeder Zehnte positiv Getestete gibt sein Testergebnis in der Corona-Warn-App an. Und dass, obwohl die App von rund 23 Millionen Menschen aktiv genutzt werde. RTL-Digitalexpertin Frauke Holzmeier führt dies auf ein Image-Problem zurück. Dabei sei die App selbst nicht das größte Problem, sondern die digitale Infrastruktur rund um die App. Es sei bekannt, dass Gesundheitsämter weiterhin mit Fax und Bleistift arbeiteten und keine einheitliche Software nutzten.

br.de Neue Corona-Studie: Die Uni-Klinik Erlangen forscht an einem neuen Behandlungsansatz zur Corona-Therapie. Hierbei wird das Blutplasma bereits genesener Corona-Patienten schwerstkranken Covid-19-Patienten verabreicht. Einige Patienten seien im Klinikum bereits erfolgreich behandelt worden. Die Studie wird nun klinisch überprüft. Nach bisherigen Beobachtungen seien die aber Forscher zuversichtlich. Das Virus selbst könne zwar nicht erfolgreich therapiert werden aber dafür Symptome behandelt werden. Sollte sich die Therapie als sicher erweisen, könnte sie als Standardtherapie zugelassen werden und gleichzeitig die Sterblichkeitsrate senken.