Artensterben: Weltbiodiversitätsrat IPBS ruft Alarmstufe Rot aus. Menschliche Eingriffe gefährden immer stärker die natürlichen Lebensräume und die Artenvielfalt. Weltweit sind rund eine Mio. Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das ging aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Weltbiodiversitätsrates hervor. Die Natur befinde sich in einem historisch beispiellosen Niedergang und das Artensterben beschleunige sich so sehr, dass die Existenz des Menschen selbst bedroht sei. Hauptgründe seien die intensive Landwirtschaft, das Wachstum der Städte sowie der Klimawandel. Umweltministerin Svenja Schulze sagte, man stehe vor ähnlich großen Herausforderungen wie beim Klimawandel. Der Bericht zeige aber auch Gegenmaßnahmen. So seien zum Beispiel Schutzgebiete wirksam. Sie werde sich daher auch in Deutschland für deren Ausweitung und Vernetzung einsetzen. Zudem müssten schädliche Subventionen in der Landwirtschaft gestrichen und das Fördersystem in der EU reformiert werden. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte, nur durch nachhaltige Nutzung lasse sich der Artenschatz der Erde erhalten. Aus einer Eurobarometer-Umfrage ging hervor, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Biodiversität sowie für ihre Bedrohungen und Maßnahmen zu ihrem Schutz im Allgemeinen zunimmt.
tagesspiegel.de, europa.eu
Streit um CO2-Preis. Umweltministerin Svenja Schulze will vor der Sommerpause ein Modell für einen CO2-Preis in Deutschland vorlegen, der den Klimaschutz voranbringen soll. Im Klimakabinett werde dann entschieden, ob es eine Steuer oder eine andere Art des Preises werde, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums am Montag. Dort stehe das Thema am 17. Juli auf der Tagesordnung. Der Bundestag ist von Ende Juni an in der Sommerpause. Eine Ausweitung des bestehenden Emissionshandels in der EU von der Energiewirtschaft und der Industrie auf andere Bereiche werden von manchen als „Stein der Weisen“ gesehen, sagte der Sprecher. Das sei aber eine Scheindebatte, die nicht weiterführe. In der politischen Debatte sah der Sprecher die Meinungen im Grunde auf Linie des Umweltministeriums: Es brauche einen CO2-Preis mit Lenkungswirkung, der sozialverträglich sei und nicht die Einnahmen des Staates erhöhe, sondern der Bevölkerung zugute komme.
handelsblatt.com
Greenpeace legt Kohleausstiegsfahrplan vor. Die Umweltorganisation fordert in ihrem Entwurf eines Kohleausstiegsgesetzes, dass einige Kraftwerke bis 2022 ohne Einverständnis der Betreiber stillgelegt werden sollen. Auf Entschädigungen soll weitgehend verzichtet werden. Das Energieministerium verhandelt derzeit mit dem Energieversorger RWE über Bedingungen dafür, dass ein Teil Kraftwerke bis 2022 vom Netz gehen könnte. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz fordert als Entschädigungssumme jüngst 1,5 Milliarden Euro pro Gigawatt und damit doppelt so viel, wie zuletzt für Kohlekapazität in Sicherheitsbereitschaft gezahlt wurde. Greenpeace findet das zu teuer, zudem dauere der Prozess insgesamt zu langsam. Den Kraftwerksbetreibern fehle der Anreiz, sich schnell zu einigen.
taz.de
„I am declaring that there is a climate emergency and Scotland will live up to our responsibility to tackle it.“
Nicola Sturgeon, schottische Premierministerin erklärt in einer Rede vor Parteianhängern ihr Engagement für das Klima.
twitter.de
Die deutsche Landwirtschaft bedient sich gerade mal 25 verschiedener Getreide-, 70 Gemüse- und 30 Obstpflanzen. Die Reduzierung auf wenige Pflanzenarten macht die Ernährungssicherheit anfällig.
zdf.de
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