KW26 Gesundheitswirtschaft: Sonnencreme, Mineralwasser, Werbeverbot für Tabakprodukte

– NACHRICHTEN –

Billige Sonnencreme ist besser als teure.

Wie aus einem aktuellen Bericht der Stiftung Warentest hervorgeht, ist billige Sonnencreme oft besser als teure.  Demnach können Verbraucher bedenkenlos Sonnencreme aus dem Discounter verwenden. Allerdings sei die Bezeichnung „wasserfest“ irreführend und nur viel Creme würde wirklich schützen. spiegel.de

Kauf von Mineralwasser lohnt sich nicht.

Laut einem Bericht der Stiftung Warentest lohne sich der Kauf von stillem Mineralwasser nicht.  Es sei keimbelastet, mineralstoffarm und teuer. Überdies enthalte Leitungswasser teils mehr Mineralstoffe. Insgesamt habe die Stiftung 32 Mineralwässer untersucht. Bei der Hälfte davon seien die Tester auf Krankheitserreger, Spuren aus der Landwirtschaft und Industrie oder andere problematische Stoffe gestoßen. spiegel.de

Merkel für Werbeverbot von Tabakprodukten.

Kanzlerin Angela Merkel will ein Werbeverbot für Tabakprodukte durchsetzen. Dies erklärte sie in einer Fragestunde im Bundestag. Demnach stellte sie ein Verbot der Tabakwerbung bis Ende 2019 in Aussicht. Deutschland ist das letzte EU-Land, in dem Tabakwerbung noch erlaubt ist. handelsblatt.com

 

Lebensmittelampel laut Studien sinnvoll.

Wie aus einer Meta-Studie hervorgeht, würden Menschen durch eine Lebensmittelampel eher auf süße Limonade verzichten.  Das Wissenschaftlernetzwerk Cochrane hat nun 58 Studien ausgewertet. Demnach sei die Lebensmittelampel besonders effektiv. Die Wissenschaftler empfehlen daher ihre Einführung in Deutschland.  Ernährungsministerin Julia Klöckner will anhand einer Verbraucherbefragung entscheiden, ob die Ampel angeführt werden soll. welt.de

Westeuropäer halten Impfungen für unsicher.

Einer Studie der britischen Stiftung Wellcome Trust zufolge halten nur 59 Prozent der befragten Westeuropäer Impfungen für sicher. Weltweit liege die Zahl sogar bei 79 Prozent.  In Deutschland dagegen hielten nur 56 Prozent der Befragten Impfungen uneingeschränkt für effektiv. sueddeutsche.de

 

Patientenberater kritisiert Krankenkassen.
Laut einem Bericht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands gab es vergangenes Jahr  über 128000 Anfragen an die Einrichtung. Ein Drittel der Anfragen gab demnach ein Problem mit den Krankenkassen wegen Leistungsansprüchen an. So gäbe es nach wie vor freundlich gehaltene Schreiben, in denen die Versicherten gedrängt würden, ihren Widerspruch zurück zu ziehen. Das seien jedoch keinesfalls Einzelfälle. Daher fordert auch die Patientenbeauftragte der Bundesregierung mehr Transparenz. Auch bei der UPD selbst sieht sie noch Verbesserungspotenzial.
tagesspiegel.de

 

– ZAHL DER WOCHE –

Allein in Berlin sind im vergangenen Sommer 490 Menschen in Folge der Hitzewelle gestorben. n-tv.de

 

 

– ZITAT DER WOCHE –

Praktisch niemand muss stilles Mineralwasser kaufen
Die Stiftung Warentest hat 32 stille Mineralwasser getestet. Testerin Ina Bockholt hält den Kauf von stillem Mineralwasser für überflüssig. spiegel.de

– HINTERGRUND –

Spinat könnte Muskelkraft steigern.

Laut einer Studie der Freien Universität Berlin könnte Spinat die Muskelkraft steigern. Demnach hätten die Forscher die Wirkung des Nahrungsergänzungsmittels Ecdysteron untersucht. Dieser sei auch in Spinat enthalten. In dem Versuch habe die Muskelmasse der Probanden zugenommen. Überdies hätten sie bei  Kniebeugen und beim Bankdrücken besser abgeschnitten. sueddeutsche.de

Verbraucherzentrale kritisiert Nestlé.

Vor zwei Wochen war Ernährungsministerin Julia Klöckner mit dem Deutschland-Chef von Nestlé, Marc-Aurel Boersch in einem Twitter-Video zu sehen. In dem video dankte klöckner dem Konzern für die Reduzierung des Zuckergehalts, Fetten und Salzen um zehn Prozent. Laut einer stichprobenartigen Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg seien diese Werte jedoch nicht korrekt. Demnach habe die Verbraucherzentrale 24 Produkte von 2008 bis 2016 mit den aktuellen Nestlé-Produkten verglichen. Der Zuckergehalt sei nur in vier der 24 Produkte gesunken. Im Schnitt sank der Gehalt um 5,7 Prozent. Ähnliches gelte für die Fett-Werte. Lediglich der Salzgehalt sei im Schnitt um 1,3 Prozent gesunken.
tagesspiegel.de