Health Headlines für Mittwoch, 22. Januar 2020

aerzteblatt.de Bundesgesundheitsministerium fordert absolute Transparenz von App-Herstellern: Geht es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums sollen digitale Gesundheitsanwendungen möglichst schnell die medizinische Versorgung unterstützen. Die notwendigen Anforderungen, die Hersteller für eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung erfüllen müssen, hat nun das Bundesgesundheitsministerium in einem Entwurf vorgelegt. Die Anforderungen beziehen sich dabei auf die Bereiche Qualität der medizinischen Inhalte, Datenschutz und Sicherheit und legen Vorhaben für Methoden und Verfahren zum Nachweis positiver Versorgungseffekte fest.
deutsche-apotheker-zeitung.de Gematik: E-Rezept für Versicherte ab Anfang 2021: In Berlin fand der BMC-Kongress statt. Ausrichter ist der Bundesverband Managed Care. Interessante Einblicke kamen dabei von Gematik-Manager Hannes Neumann. Die Gematik hat den Auftrag, bis Ende Juni die technischen Voraussetzungen für die flächendeckende Einführung des E-Rezeptes zu definieren. Neumann erklärte aber, es sei unrealistisch, dass im Juli bereits E-Rezepte verschickt werden könnten.
handelsblatt.com Welche Gesundheits-Apps die Krankenkassen bezahlen müssen: Künftig sollen sich Versicherte digitale Anwendungen vom Arzt verschreiben lassen können. Das Gesundheitsministerium will festgelegen, welche Apps dafür infrage kommen und welche nicht. Die Krankenkassen sind aber unzufrieden mit den Regelungen. Sie wollen eine Garantie, dass die Apps auch einen tatsächlichen Nutzen haben und nicht nur Komfort.
aerztezeitung.de Am Anfang: Denis Nößler kommentiert den Verordnungsentwurf für „Apps auf Rezept“. Für ihn hat Gesundheitsminister Jens Spahn damit geliefert. Allerdings nur fürs erste. Denn die Verordnung der Apps sei damit alleine noch nicht gewährleistet.
idowa.de Zehn Millionen Euro für Forschung zu multiresistenten Keimen: Bayern fördert mit mehr als zehn Millionen Euro ein Forschungsnetzwerk zu multiresistenten Keimen. Das Geld geht an sechs interdisziplinäre Forschungsgruppen an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Regensburg und Würzburg, der Ludwig-Maximilians-Universität sowie der Technischen Universität München, die digitale Methoden im Kampf gegen Keime einsetzen, bei denen viele Antibiotika nicht mehr wirken.
sueddeutsche.de Digitalisierung beschleunigt Brustkrebs-Diagnosen: In Schleswig-Holstein müssen Patientinnen und Patienten weniger lang auf die Ergebnisse einer Untersuchungen zur Brustkrebs-Früherkennung warten. Denn das Programm „QuaMaDi“ wurde vollständig digitalisiert. Das Programm funktioniert über ein Mehr-Augen-Prinzip: Zwei Radiologen beurteilen unabhängig voneinander Mammografien und ergänzende Aufnahmen. In Zweifelsfällen wird noch ein klinisches Brustzentrum hinzugezogen.
aerzteblatt.de Digitale Gesundheitsangebote: Potenzial bei Männern: Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, hat bei einem Kongress für Männergesundheit auf die Vorteile digitaler Anwedungen gerade für Männer hingewiesen. Gesundheits- und Fitnessapps könnten „die Gesundheitskompetenz von Männern fördern und sie zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Gesundheit motivieren“.
netzwoche.ch Die Post kehrt Healthlink den Rücken: Der schweizer Daten- und Service-Hub Healthlink muss in Zukunft ohne die Schweizerische Post als Partner auskommen. Der Service-Hub Healthlink soll eine zentrale Infrastruktur für das Schweizer Gesundheitssystem bieten. Die Post erklärte, sie sei mit der Rollenverteilung innerhalb des Projekts nicht zufrieden gewesen.
luzernerzeitung.ch Zentralschweizer Spitäler sind bereit: So steht es um die E-Dossiers: Ab April müssen alle Krankenhäuser in der Schweiz elektronische Patientendossiers einführen. Dabei sind die einzelnen Häuser unterschiedlich weit mit der Einführung. Die meisten sehen sich im Zeitplan. Einige bemängeln zu knappe zeitliche Ressourcen, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.