Health Headlines am Mittwoch, 15. Juli 2020

aerzteblatt.de Telematik­infrastruktur: Ministerium duldet keinen Aufschub mehr Die Fristen für die Telematikinfrastruktur (TI) sind festgesetzt. Laut eines Briefs vom Leiter der Abteilung Digitalisierung und Innovation des Bundesesministeriums für Gesundheit, Gottfried Ludewig, an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) seien diese „weiterhin an­spruchsvoll, aber gleichzeitig realistisch“. Hintergrund waren Bedenken der KVB, dass die notwenige Technische Infrastruktur für die Transmission zur digitalen Patientenakte (ePA) nicht rechtzeitig bereit stehen könnte. Damit die ePa zum 1. Januar 2021 eingesetzt werden kann, müssten die Praxen eigentlich schon sechs Monate vorher über die Infrastruktur verfügen.

esanum.de Die Corona-Krise treibt die Digitalisierung der Arztpraxen voran Die Zahl der Praxen, die in Deutschland Videosprechstunden anbieten, hat sich zwischen Februar und April um ganze 1.370 Prozent gesteigert. Das Konzept geht auf: Vier von fünf deutschen Patientinnen und Patienten, die eine Videosprechstunde genutzt haben, würden dies auch erneut tun.

morgenweb.de Gesundheit statt Finanzen Durch die Corona-Krise verändert sich auch das Investorenverhalten bezüglich Start-Ups. Während Firmen aus der FinTech-Branche aktuell bei der Investorensuche eher das Nachsehen haben, können sich Start-Ups aus dem Bereich (digitale) Gesundheit oder Medizin freuen. In den letzten Wochen haben sich die Investitionssummen in diesem Bereich auf fast 90 Millionen Euro vervierfacht.

aerztezeitung.de Was Patienten bei der E-Patientenakte wichtig ist Laut einer Umfrage des Digitalverbands bitkom haben Patientinnen und Patienten bezüglich der für Januar 2021 geplanten e-Patientenakte hauptsächlich Bedenken hinsichtlich der gespeicherten Daten. 64 Prozent der Befragten gaben an, dass die Datenhoheit beim Patienten liegen müsse und sie als Versicherte selbst steuern möchten, welche Daten sie mit welchem Arzt teilen. Generell war der Datenschutz und die Datensicherheit für 63 Prozent der Befragten wichtig. 42 Prozent würden sich wünschen, dass die Patientendaten nur in Deutschland gespeichert würden. Immerhin rund 73 Prozent der Befragten ab 16 Jahren gaben an, dass sie die elektronische Patientenakte nutzen würden.

goingpublic.de MedTech: Berliner Start-up DeepSpin schließt Seed-Finanzierung ab DeepSpin arbeitet an der Entwicklung des weltweit ersten, mobilen MRTs mit einem KI-basierten Bildgebungs-Algorithmus. Gerade konnte die Firma eine Seed-Finanzierungsrunde abschließen. Durch diesen Finanzierungsschritt ist es ihr möglich, ihr Team zu erweitern und sich der Hardware-Entwicklung zu widmen.

aerzteblatt.de Junge Ärzte schlagen „Arzt für digitale Medizin“ vor Das Bündnis Junge Ärzte fordert die Einführung des Berufsbildes „Arzt für digitale Me­dizin“. Ein solcher Arzt müsse „fundierte Kenntnisse über digitale Tools und digitale Gesundheitsan­wendungen haben und diese anwenden können.“ Zudem müsse er Patienten sowohl in medizinischen als auch in technologischen Belangen kompetent beraten können. Die Forderung ist Antwort auf einen im Mai von der Reformkommission der Stiftung Münch veröffentlichten Bericht zu künftigen Gesundheitsberufen.

aerzteblatt.de Ärzte wünschen sich mehr Transparenz bei Gesundheits-Apps Schon bald sollen ausgewählte Gesundheits-Apps vom Arzt verschrieben werden können. Allerdings fühlen sich die meisten Ärzte bisher schlecht auf eine solche Anfrage seitens ihrer Patienten vorbereitet. Laut einer Umfrage der Krankenversicherung Barmer fühlen sich 56 Prozent der befragten Medizinerinnen und Mediziner schlecht für die Beratung zu Gesundheits-Apps gewappnet und wünschen sich mehr Informationen zu diesen.

dbusiness.com Mit KI gegen kritische Erkrankungen Mit einer Kombination aus medizinischer Behandlung und künstlicher Intelligenz will ein US-amerikanisches Unternehmen Patienten mit schweren Erkrankungen wie einer Sepsis oder akutem Atemnotsyndrom helfen. Endpoint Health, so der Name des Unternehmens, konzentriert sich auf Lösungen, die neue und auf dem Markt befindliche Therapeutika, Begleitdiagnosen und künstliche Intelligenz in einer integrierten Plattform kombinieren, um die Ergebnisse der Therapie zu verbessern. In der Plattform sollen Behandlungsmodelle erstellt werden, die Patienten-Untergruppen und Behandlungsmuster identifizieren, wodurch noch nicht erfolgte Therapien oder weitere mögliche Therapieansätze erkennbar werden könnten.

medicaldevice-network.com Health-Tech Hub in Abu Dhabi Die Vereinigten Arabischen Emirate investieren derzeit in ihre Gesundheitsinfrastruktur. Im Fokus steht hierbei ein internationales Gesundheits-Technologie-Netzwerk, welches an das Tech- bzw. Start-Up-Ökosystem Hub71 in Abu Dhabi angegliedert werden soll. Dr. Asma Al Mannaei vom Gesundheitsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärt im Interview, warum und für welche Start-Ups eine Ansiedlung dort attraktiv sein könnte.