Health Headlines am Freitag, 14. August 2020

businessinsider.de Digitalisierung und KI werden die Medizin revolutionieren – doch Deutschland droht den Anschluss zu verlieren: Deutschland hat sich bisher zwar gut in der Corona-Krise geschlagen, allerdings sind Defizite in der digitalen Medizin offenkundig geworden. Verzögerungen bei der Einführung der elektronischen Patientenakte oder der Telemedizin wären in der Krise überall spürbar gewesen. Allerdings wirke die Pandemie wie ein Digitalisierungsschub.

kma-online.de Rettungsfahrzeuge schicken Daten sofort an Notaufnahme: In Ludwigsburg sind Rettungswagen und Krankenhäuser digital vernetzt. Die Rettungswagen schicken Daten zum Patientenzustands direkt an das Krankenhausinformationssystem (KIS), wo Mediziner die Versorgungsschritte vorbereiten können, bevor der Rettungswagen angekommen ist.

kma-online.de Uniklinik Leipzig nimmt hochmodernes Laborsystem in Betrieb: Das Universitätsklinikum Leipzig hat ein Laborsystem in Betrieb genommen, bei dem Proben vollautomatisiert innerhalb von acht Minuten analysiert werden können. Das System automatisiert die Schritte bis zum Befund, um eine bessere und schnellere Diagnostik zu gewährleisten.

pharmazeutische-zeitung.de Keine Beratung zu Apps auf Rezept in Apotheken: Die FDP erfragte über eine Kleine Anfrage, ob der Gesetzgeber vorsieht, Apotheken in den Beratungsprozess von verschreibungspflichtigen Apps einzubeziehen. Das Bundesministerium für Gesundheit antwortete, dass die Apotheken beim Abgabeprozess nicht eingeplant seien.

businessinsider.de Künstliche Intelligenz sagt anhand der Symptome den Verlauf von Covid-19 vorher: Fortscher am King’s College in London haben einen Algorithmus entwickelt, der Corona-Symptome in sechs Cluster kategorisiert und anhand dessen den Krankheitsverlauf prognostizieren kann. Die Studie zu den Clustern müsse noch von Fachexperten begutachtet werden. Sollte sie sich als robust erweisen, können Mediziner bei der Dokumentation der ersten Symptome die richtigen Maßnahmen einleiten.

vc-magazin.de 5,1 Mio. CHF zur Reinigung von Blut: Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Hemotune hat eine Finanzierungsrunde mit 5,1 Millionen Schweizer Franken (4,7 Millionen Euro) abgeschlossen. Es hat ein Gerät zur Blutreinigung entwickelt und dabei neuste Erkenntnisse aus der Nanotechnologie einfließen lassen.

derstandard.de Telemedizin: Wie Corona den Weg zum Arzt verändert hat: Telemedizin hat mit der Corona-Krise einen höheren Stellenwert erhalten. Die Boston Consulting Group geht davon aus, dass das Wachstum in diesem Bereich sich fortsetzt und künftig 50 Prozent des Arzt-Patienten-Kontakts über telemedizinische Anwendungen realisiert wird.

morgenpost.de Start-Up soll werdenden Müttern helfen: Über das Portal „Kinderheldin“ können schwangere Frauen online Fragen an Hebammen stellen, Informationen bekommen oder an Live-Kursen-Teilnehmen. Behandlungen vor Ort möchte die Firma nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

fr.de Studie kürt Östrogen nun zum Coronaviren-Schutzwall: Forscherinnen und Forscher untersuchen nun, ob das weibliche Sexualhormon Östrogen möglicherweise vor Covid-19 schützt. Bislang war auffällig, dass die Krankheit bei Männern häufiger einen schweren bis lebensbedrohlichen Verlauf nimmt, als bei Frauen. Für die Theorie spricht, dass sich das Risiko einer schweren Erkrankung an Covid-19 bei Frauen in den Wechseljahren erhöht.

apotheke-adhoc.de Grundsatzstreit um Telemedizin: Nach einer klage der Wettbewerbszentrale hat das Oberlandesgericht München der privaten Krankenversicherung den Slogan „Bleib einfach im Bett, wenn du zum Arzt gehst“ verboten. Die Kläger beriefen sich auf §9 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) , welches die Werbung für Fernbehandlungen grundsätzlich verbietet. Noch muss gerichtlich geklärt werden, unter welchen Umständen und in welchem Umfang Fernbehandlungen beworben werden dürfen.

businessinsider.de WHO rät dazu, Termine beim Zahnarzt zu verschieben: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, einfache Zahnarzttermine wie die jährliche Kontrolluntersuchung oder eine professionelle Zahnreinigung nach Möglichkeit zu verschieben. Aufgrund des engen Kontakts während der Behandlung und der währenddessen freiwerdenden Tröpfchen und Aerosole sei das potentielle Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus erhöht. Wer allerdings starke Schmerzen oder andere Probleme hat, solle natürlich trotzdem den Zahnarzt aufsuchen.

theguardian.com Warum „Zoom-Medizin“ nicht die Antwort auf alle Gesundheitsfragen ist: Telemedizin in Form von Videosprechstunden und Apps zur Dokumentation von Symptomen sind auf dem Vormarsch. Allerdings warnen Praktiker, dass diese „Zoom-Medizin“ nicht die Lösung für alle Patienten, insbesondere chronisch Kranke, sein kann. Zudem würden neue Apps in modernem Design davon ablenken, dass es in der Gesundheitsversorgung strukturelle Versäumnisse gibt.

technologyreview.com Maschinen können mentale Gesundheitsprobleme erkennen – wenn man persönliche Daten weitergibt (€): Algorithmen werden immer besser darin, Muster zu erkennen – auch in der Gesundheit der Psyche. Allerdings durchforsten sie dafür persönliche und intime Informationen – damit sind ethische Fragen und Datenschutzrisiken verbunden.

technologynetworks.com Machine Learning hilft bei der Suche nach Medikamenten gegen das Coronavirus: Forscher an der Universität von Kalifornien (Riverside) nutzen Machine Learning, um mit schneller Geschwindigkeit nach potenziellen Wirkstoffen zur Behandlung des Corona-Virus zu suchen. Die Forscher sind optimistisch – ihre Datenbank beinhaltet immer mehr Wirkstoffe und chemische Verbindungen, die für neue Medikamente eingesetzt werden können. In diesem Zusammenhang können auch unerwartete Erkenntnisse erfolgen.